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Das Zürcher Kinderspital verhängt einen Stopp für rituelle Beschneidungen. Glarus wartet damit auf die Abklärungen in den umliegenden Spitälern.
Glarus. – «Momentan kann es Beschneidungen auf freien Wunsch, auch aus religiösen Gründen, an Kindern geben», erklärt der Direktor des Kantonsspitals Glarus, Markus Hauser. Man warte mit einem allfälligen Verbot auf den Entscheid in umliegenden Spitälern.
Religionsfreiheit vs. Unversehrtheit
«Wenn wir von der Thematik betroffen wären, würden wir selber Aktiv werden und uns eine Meinung bilden», so Hauser. Schliesslich stehe hier Religionsfreiheit gegen das Recht auf unversehrtes Leben, und so etwas müsse eingehend geprüft werden. Im Kantonsspital Glarus werden pro Jahr weniger als fünf Beschneidungen aus religiösen Gründen durchgeführt.
Bei mehr als 2500 im Glarnerland lebenden Muslimen überraschen diese Zahlen. Hisham Maizar, Präsident der Dachorganisation islamischer Gemeinden in der Ostschweiz, erklärt, dass oftmals auch ein Mitglied der Gemeinde die Beschneidung vornehme. (vp)
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