Gehäufte Kirchenaustritte der Katholiken im Bistum Chur

Im Bistum Chur sind in den letzten fünf Jahren deutlich mehr Katholiken aus der Kirche ausgetreten als in der restlichen Schweiz. Zu diesem Schluss kommt eine Befragung des Forschungsinstituts gfs.zürich. Dieses führte die gehäuften Austritte auf die Diözese zurück.

Das Bistum Chur.

Zürich. – Wie das Bundesamt für Statistik bereits am Dienstag mitgeteilt hatte, hat sich der Anteil der Konfessionslosen in den letzten zehn Jahren fast verdoppelt. Betroffen von Kirchenaustritten sind beide Landeskirchen.

Stärker als in der restlichen Schweiz ist aber der Aderlass bei der römisch-katholischen Kirche im Bistum Chur, wie das gfs-zürich am Mittwoch mitteilte. So gab es hier in den letzten fünf Jahren 24 Prozent mehr Austritte als in der übrigen Schweiz.

Austrittswelle noch nicht vorbei

Bei der evangelisch-reformierten Kirche ist im geografischen Gebiet des Bistums Chur – zu dem auch Zürich gehört – hingegen kein Unterschied spürbar. Es seien gleich viele Protestanten aus der Kirche ausgetreten wie in der übrigen Schweiz; in den letzten fünf Jahren waren es sogar weniger.

Das Phänomen der gehäuften Austritte im Bistum Chur sei ein «klar spezifisches Problem der dortigen Diözese», heisst es in der Mitteilung. Und die Austrittswelle sei noch nicht vorbei: Nur 52 Prozent haben im Bistum Chur noch nie an einen Austritt gedacht. In der übrigen Schweiz sind es 64 Prozent.

Bischof Huonder nicht unbestritten

Der für das Bistum Chur 2007 gewählte Bischof Vitus Huonder ist nicht unbestritten. Hohe Wellen warf etwa sein diesjähriger Hirtenbrief, in dem er sich dafür ausgesprochen hatte, geschiedene Wiederverheiratete von den Sakramenten auszuschliessen.

Der katholischen Kirche im Bistum Chur waren bereits in den neunziger Jahren wegen Bischof Wolfgang Haas die Gläubigen in Scharen davongelaufen.

Konfessionslose bleiben konfessionslos

Wer einmal ausgetreten ist, schliesst sich laut gfs-zürich kaum wieder einer Kirchengemeinschaft an: So kann sich nur ein knappes Zehntel der Befragten vorstellen, wieder in eine Religionsgemeinschaft einzutreten.

Trotz der Kirchenaustritte ist die Religiosität in der Schweiz in den letzten zwei Jahren unverändert geblieben. 21,6 Prozent bezeichnen sich als eher oder sehr religiös, 35,1 Prozent positionieren sich in der Mitte und 42,4 Prozent geben an, eher oder gar nicht religiös zu sein.

Das Forschungsinstitut gfs-zürich führte vom 26. März bis 14. April 1000 telefonische Interviews durch. (sda)

  • Quelle: suedostschweiz.ch
  • Datum: 20.06.2012, 12:15 Uhr
  • Webcode: 2369738
 
 

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Silvio Decasper

20.06.2012 15:12 Uhr

Kirchenaustritte

Was wird von einem Bischof erwartet? Liebe, Demut, Einsichtig und Gottesfürchtig alles Eigenschaften die man im Bistum Chur vermisst. Was nützt es schon, wenn man von der Kanzel über die Liebe predigt, aber für sich selbst das Wort Liebe ein Fremdwort ist. Demütig sein heisst, sich vor Gott niederknien und sich in andächtiger Haltung ihm nähern. Leider existiert das Wort Demut im Bistum Chur auch nicht mehr. Es wurde mit dem Wort Macht ausgetauscht. Einsichtig ist für das Bistum schon lange ein Fremdwort. Was intressiert das Bistum schon was die Gläubiger für Sorgen haben. die sollen doch davon laufen so hat das Bistum mit denen nichts mehr zu tun. Gottesfürchtig ist wohl auch ein Fremdwort in Chur. Bei dem selbverherrlicher vom Bistum rückt Gott weit im Hintergrund, wenn er überhaut noch present ist. Gottesfürchtig wurde auch mit dem Wort Bischofsfürchtig ersetzt.

 

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