Eine letzte Brückenfahrt

Das schmale Fahrsträsschen nach Scharans war seit langem schon eine Herausforderung für die Automobilisten. Besonders bei der schmalen Brücke über den Bach aus der Val Clusa hatten manchmal auch Postautos Probleme.

Die letzte Postautofahrt über die Brücke zwischen Fürstenaubruck und Scharans.

Bild: Roland Caviezel

Scharans. – Vergangene Woche nun ist ein erster Schritt unternommen, um die Erreichbarkeit von Scharans zu verbessern: Die Brücke aus dem Jahr 1915 ist abgebrochen worden. Sie hatte eine Breite von 2,80 Metern. Damit stellte sie für die modernen Postautos, die 2,55 Meter breit sind, eine Herausforderung dar. Zehn Meter oberhalb der abgebrochenen Brücke ist nun eine Notbrücke entstanden, und in den kommenden Wochen wird ein neuer, breiterer Übergang erstellt.

«Das war eine knappe Sache»

Es war genau Dienstag, der 10. Juli, als um 16.11 Uhr das letzte Postauto die alte, schmale Brücke passierte. Und auch beim letzten Mal musste der Chauffeur seine ganze Fahrkunst aufbieten, um sein Fahrzeug unbeschadet auf die andere Seite zu bringen. «Diese Passage war jedesmal eine knappe Sache», meinte er trocken. Doch das Hindernis wurde auch stets auf professionelle Weise überwunden. Trotzdem ist man bei der Post froh, wenn nun auch mit dem Ausbau des übrigen Strassenabschnittes bis hinauf nach Scharans begonnen wird, ist doch auch hier das Kreuzen mit andern Fahrzeugen manchmal problematisch. (pö)

  • Quelle: suedostschweiz.ch
  • Datum: 18.07.2012, 14:30 Uhr
  • Webcode: 2476657
 
 

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