Bündner Weine schaffen es bei fast jeder Verkostung an die Spitze. Ein dreifacher Erfolg am Grand Prix du Vin Suisse ist aber gleichwohl nicht alltäglich.
Bern. – Über 3000 Weine von 591 Winzern aus der ganzen Schweiz, aufgeteilt in elf Kategorien. Das ist der Grand Prix du Vin Suisse. An der Gala im Berner Kulturcasino wurden letzte Woche im Beisein von Volkswirtschaftsminister Johann Schneider-Ammann die Sieger gekürt.
Aus Bündner Sicht gleich doppelt erfreulich: Gold und Silber in der Kategorie Pinot Noir – oder Blauburgunder – ging in die Herrschaft. Sieger wurde der Pinot Noir Barrique 2009 des Weinguts zur Alten Post in Jenins. Was dieser Titel für Vater und Sohn Schlegel, beide mit Vornamen Georg, so besonders macht: Den Jahrgang 2009 hat der 20-Jährige erstmals in weiten Teilen selbst verantwortet. Der Einstieg in die Elite der Schweizer Winzer ist ihm in Rekordtempo gelungen. Das hatte bereits zuvor Folgen: Die Schlegels waren Gast am achten Weltweinfestival vom Frühjahr dieses Jahres in Bad Ragaz.
Das Beste aus vier Weingütern
Zweiter Sieger wurde der Pinot Rhein 2008. Dieser Wein ist das Gemeinschaftswerk von vier Weingütern aus vier Dörfern: Hansruedi Adank aus Fläsch, der verstorbene Thomas Mattmann von Cicero Weinbau in Zizers, das Maienfelder Weingut Heidelberg von Hanspeter Lampert sowie das Weingut Treib von Jürg und Ueli Liesch in Malans. Das einzigartige am Pinot Rhein: Der Wein ist eine Assemblage aus den besten Barriques der beteiligten Winzer. Zudem haben sich die Weingüter verpflichtet, nach strengen Regeln zu selektionieren und zu vinifizieren.
Doch damit nicht genug der Auszeichnungen. Daniel Marugg vom Weingut Bovel in Fläsch belegte mit seinem Riesling x Silvaner 2010 in der entsprechenden Kategorie den zweiten Platz. Und die Von Salis AG schaffte es in der Kategorie weisse Assemblagen mit dem Meta 2009 immerhin in den Final. Der ganz grosse Triumpf blieb den Bündnern aber verwehrt: Winzer des Jahres wurde mit Diego Mathier ein Walliser. (dsi)
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