Delfin stirbt im Connyland in Lipperswil

Im Freizeitpark Connyland in Lipperswil ist am Dienstag das achtjährige Delfinmännchen Shadow verendet. Für die deutschen Tierschutz-Organisationen ProWal und Wal- und Delfinschutz-Forum (WDSF) steht Shadows Tod in Zusammenhang mit einer Technoparty.

Der Delfin könnte an den Folgen einer Technoparty gestorben sein (Archiv).

Bild: Keystone

Lipperswil. – Das teilten sie am Mittwoch mit. ProWal und WDSF üben Kritik am Veterinäramt des Kantons Thurgau, denn dieses hatte die Technoparty im Connyland-Château nicht untersagt. Die Party stieg Ende Oktober.

Die deutschen Tierschutz-Organisationen fordern eine Obduktion des Delfins und eine Veröffentlichung des Ergebnisses der Untersuchung, wie es im Communiqué heisst. Gemäss ProWal und WDSF sind im Connyland in den drei vergangenen Jahren sieben Delfine verendet.

Der Freizeitpark selbst teilte am Mittwoch mit, Shadow sei völlig unerwartet verstorben. Der Delfin habe am Dienstagmorgen wie immer mit Freude auf die Trainer und die bevorstehende Trainings-Session reagiert, sagte Geschäftsleiter Erich Brandenberger vor den Medien.

Plötzlich habe Shadow begonnen, hektisch zu schwimmen. Ein Trainer sei ins Wasser gesprungen und habe das Tier in die Arme genommen. Wenig später habe Shadow aufgehört zu atmen und der Herzschlag sei ausgeblieben. Der Delfin sei innerhalb von Minuten verendet.

Das tote Tier sei im Tierspital der Universitätsklinik Zürich seziert worden. Die Todesursache habe noch nicht bestimmt werden können. Der Delfin habe keinen Infekt gehabt und auch die lebenswichtigen Organe seien in einem normalen Zustand gewesen.

Nationalrätin Brigitta Gadient (BDP, GR) hat im Parlament einen Vorstoss eingereicht, der den Import von Delfinen verbieten will.

Die Organisation OceanCare will in der kommenden Woche im Bundeshaus zuhanden der eidgenössischen Räte eine Petition einreichen, die ein Verbot von Delfinarien und ein Importverbot von Delfinen fordert. Die Bittschrift soll Gadients Motion schützen.

Das Connyland wurde am Mittwoch nach Bekanntwerden von Shadows Tod auch vom Schweizer Tierschutz (STS) kritisiert. In der Schweiz sei keine auch nur annähernd vertretbare Delfinhaltung möglich, heisst es im STS-Communiqué. (sda)

  • Quelle: sda
  • Datum: 09.11.2011, 13:16 Uhr
  • Webcode: 1294551
 
 

Gastbeitrag
The content of this field is kept private and will not be shown publicly.

  • Web page addresses and e-mail addresses turn into links automatically.
  • Allowed HTML tags: <p> <a> <em> <strong> <cite> <code> <ul> <ol> <li> <dl> <dt> <dd>
  • Lines and paragraphs break automatically.
  • Each email address will be obfuscated in a human readable fashion or (if JavaScript is enabled) replaced with a spamproof clickable link.

More information about formatting options

Code:*
CAPTCHA
Enter your dog's name:
Speichern Vorschau
Sie erklären sich damit einverstanden, unseren Service weder für illegale Zwecke, noch zur Übermittlung von gesetzeswidrigen, belästigenden, beleidigenden, die Privatsphäre anderer verletzenden, missbräuchlichen, bedrohlichen, schädlichen, vulgären, obszönen, verleumderischen, zu beanstandenden oder anderweitig verwerflichen Inhalten oder von Material, welches das geistige Eigentum oder andere Rechte einer Person verletzt oder verletzen könnte, zu benützen. Ihr Kommentar kann auch auf Google und anderen Suchseiten gefunden werden
Doris Vetsch

10.11.2011 23:09 Uhr

Delfinhaltung

Die Obduktion des verstorbenen Delfins Shadow wird hoffentlich mehr Klarheit über seine Todesursache bringen.
Sicher jedoch ist, dass die Delfinhaltung im Connyland keineswegs 'artgerecht' ist, mögen sie auch den 'Minimalanforderungen' des Tierschutzgesetzes entsprechen.
Die Hinweise kompetenter Tierschutzorganisationen aus dem In- und Ausland belegen dies zur Genüge, siehe auch die hohe Todesrate der Delfine.
Vielen Dank deshalb an Frau Gadient für ihre Motion, die jetzt hoffentlich bald behandelt und überwiesen wird.

 

Heute, 21:20 Uhr | 0 Kommentare

Die Telefonleitungen auf der Gemeindeverwaltung von Weesen laufen fast heiss. Viele aus der Bevölkerung wollen den Asylsuchenden helfen. Sie fragen, wie am besten. Das «Wie» wird sich weisen, sobald die Asylsuchenden im April im ehemaligen Altersheim Pelikan einziehen.

mehr...

Heute, 20:45 Uhr | 0 Kommentare

Die Fähigkeit sich gut an die Gesichter bestimmter Menschen zu erinnern ist nicht Jedem gegeben. Es gibt Menschen, die sind von einer organisch bedingten Gesichtserkennungsschwäche oder Gesichtsblindheit betroffen.

mehr...

Heute, 17:31 Uhr | 0 Kommentare

Der Schweizer Tierschutz (STS) hat Strafanzeige gegen zwei Halter von Bernhardinerhunden in Zermatt eingereicht, welche die Tiere als Fotosujet für Touristen anbieten. Der STS ist der Auffassung, dass die Hunde unter unwürdigen Bedingungen gehalten werden.

mehr...

Heute, 17:09 Uhr | 0 Kommentare

Die Bischöfe von Chur und Lausanne erhalten Support für ihre Kritik an der Segnung eines homosexuellen Paares in Bürglen. Die Stiftung Zukunft CH dankt den Bischöfen in einem öffentlichen Brief für «ihr mutiges Einstehen für Ehe und Familie».

mehr...

Heute, 17:01 Uhr | 0 Kommentare

Das Benediktinerkloster Disentis hat mit Andreas Isler einen neuen Leiter Liegenschaften und Bauprojekte. Isler wird seine Tätigkeit am 1. April aufnehmen.

mehr...

Alle Artikel

Community

Multimedia

Top-Deals

Relax & Shop am Bodensee - 2 Übernachtungen für zwei Personen im Hotel Swiss
CHF 195.-
CHF 390.-
mehr
Relax & Shop am Bodensee - 1 Übernachtung für zwei Personen im Hotel Swiss
CHF 125.-
CHF 250.-
mehr
Wohlfühlset mit Badesalz, handgemachten Dusch- und Handseifen, Seifentorte, Bade-Cupcake und Bade-Ente
CHF 30.-
CHF 60.-
mehr
Somedia Production