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Zuckerkranke mit einer Nervenschädigung in Armen und Beinen (Polyneuropathie) sollten ihre Füsse täglich untersuchen. Viele Amputationen seien Folge einer verschleppten Behandlung.
Zürich. – «Bereits kleinste Verletzungen wie eine aufgescheuerte Blase können für Zuckerkranke schlimme Folgen haben, weil Wunden schlecht heilen», betont Frank Bergmann vom Berufsverband Deutscher Nervenärzte (BVDN). «Um die Sohlen und die Zehenzwischenräume zu kontrollieren, können Betroffene einen Handspiegel zu Hilfe nehmen. Wenn sie schlecht an Ihre Füsse herankommen, sollten sie jemanden aus der Familie um Hilfe bei der täglichen Fussschau bitten», rät Bergmann.
Wurde bei Diabetikern bereits eine Nervenschädigung nachgewiesen, sollten ihre Füsse bei jedem Arztbesuch in der Praxis angesehen werden. Auch sollten sie ihr Schuhwerk sorgfältig auswählen, ihre Füsse täglich pflegen und für das Schneiden der Nägel professionelle Hilfe durch speziell ausgebildete medizinische Fusspfleger in Anspruch nehmen.
Wärme-Kälte-Empfinden ist gestört
An einer Polyneuropathie leiden vor allem ältere Menschen. Rund drei Prozent der über 60-Jährigen sind nach Schätzungen von der Erkrankung betroffen, die häufig durch Diabetes hervorgerufen wird. Erste Beschwerden sind oft Missempfindungen wie Kribbeln und Brennen an Füssen und Händen. Später werden Berührung und Schmerz nur noch vermindert oder gar nicht mehr wahrgenommen, das Wärme-Kälte-Empfinden ist gestört, und es können Lähmungen auftreten. (dapd)
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