Die Grenzwachtregion III hat am Dienstag vor den Medien Bilanz über das vergangene Jahr gezogen: Durchschnitt über elf Schmuggelfälle pro Tag, 7,5 Millionen Franken Einnahmen, 254 Interventionen wegen Betäubungsmittel und 280 Verstösse gegen das Waffengesetz wurden dabei registriert.
Chur. – Der grenzüberschreitende Verkehr in der Grenzwachtregion III mit Sitz in Chur hat im vergagenen Jahr weiter zugenommen. Wie die Verantwortlichen heute vor den Medien in Landquart sagten, wurde das Publikum internationaler. Auf hohem Niveau konstant blieben die Aufgriffe im Bereich der Schmuggelbekämpfung oder der illegalen Migration wie auch die Aufdeckung von gefälschten Dokumenten. Der Einkauftourismus führte zu Mehreinnahmen an Mehrwertsteuer, aber auch zu einer neuen Rekordmarke in der Schmuggelbekämpfung.
Warenschmuggel auf Rekordniveau
Bei Warenkontrollen im Privatverkehr deckten Grenzwächter im vergangenen Jahr 4245 (2010: 3462) Widerhandlungen gegen das Zoll- und Mehrwertsteuergesetz auf. Dazu zählten auch Verstösse gegen Arten- und Markenschutz sowie wirtschafts-, handels-, gewerbe- und gesundheitspolizeiliche Delikte. Dies ergab im Durchschnitt über elf Schmuggelfälle pro Tag.
Insgesamt generierte die Grenzwachtregion III mit 86 643 (2010: 67 219) Verzollungen im Privatwarenverkehr einen Betrag von über 7,5 Millionen Franken (2010: 4,9 Millionen Franken) an Einnahmen für die Bundeskasse.
Betäubungsmittel
Die Grenzwachtmitarbeiter intervenierten weiter 254-mal (2010: 245) wegen illegalen Besitzes und Handels mit Betäubungsmitteln. Bei Cannabisprodukten wie Haschisch wurde ein Rückgang verzeichnet. Dem gegenüber stand eine Zunahme der Sicherstellungen bei den Opiaten wie Heroin. Die Gesamtmenge der beschlagnahmten Drogen beläuft sich insgesamt auf 18,4 Kilogramm (15,6 Kilogramm). Ferner wurden 174 (2010: 176) gefälschte Dokumente sichergestellt und in 280 Fällen (2010: 297) ahndete das Grenzwachtkorps in der Region III bei Kontrollen Verstösse gegen das Waffengesetz.
Auf 1. November wird im Rheintal die Anzahl der Grenzwachtposten von vier auf drei reduziert, in Graubünden werden die beiden Grenzwachtposten zusammengelegt. (so)
Was halten Sie von diesem Aritkel? Schreiben Sie in einem Kommentar Ihre Meinung dazu!
neuen Kommentar schreiben...