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Im Eishockey-Play-off 2001 lagen die ZSC Lions gegen Lugano in der Serie mit 1:3 in Rückstand. Drei Partien später feierten die Stadtzürcher ihren fünften Meistertitel. Ab dem Spiel vom Donnerstag wollen sie die Geschichte wiederholen, sagt der Bündner Sportchef der Lions, Edgar Salis.
Eishockey. – «Ich kann mich nur noch daran erinnern, dass Ari Sulander in jenem Spiel unglaublich gehalten hat», sagte Edgar Salis (42) gegenüber dem «Tages Anzeiger» über das siebte Play-off-Finalspiel von 2001. Der Bündner war damals Verteidiger und ist seit 2009 Sportchef der ZSC Lions. Entsprechend ist er zuversichtlich, dass Zürich die Finalserie am Donnerstag in Bern verlängern kann.
Die Zürcher gewannen vor elf Jahren im Viertelfinal gegen Rapperswil-Jona mit 4:0 und im Halbfinal gegen Kloten mit 4:1. In der Finalserie gegen Lugano lagen die Lions nach dem zweiten verlorenen Heimspiel zwischenzeitlich mit 1:3 zurück (0:3, 3:0, 1:4, 0:4). Anschliessend gewann Zürich auswärts mit 6:3, zuhause mit 5:1 und im entscheidenden Spiel in der Resega nach 70:07 Minuten mit 2:1 nach Verlängerung.
Arno del Curto: Ein Genie
Die Zürcher wurden laut Salis im siebten Spiel «während zwei Dritteln völlig dominiert». Nach dem Siegestor musste die Gastmannschaft in die Kabine flüchten, um keine Pflastersteine an den Kopf zu bekommen. «Das frühe 1:0 in Spiel 5 habe viel bewirkt», blickt Salis zurück. «Das ist das Schöne am Eishockey. Ein Tor kann alles verändern. Es kann eine Serie in eine ganz andere Richtung lenken. Gerade wenn so defensiv gespielt wird wie jetzt kann es in einem Team extrem viel auslösen.»
Im Viertelfinal gegen Davos und im Halbfinal gegen Zug gewann den Zürchern jedes Mal der erste Treffer. Gegen Bern gerieten sie stets in Rückstand. Salis erzählt der Mannschaft aber die Vergangenheit nicht. Auch ein anderer Bündner wird im Artikel zitiert: Arno del Curto. «Wer das Format von 'best-of-7' erfunden hat, ist ein Genie», sagte er einmal. «Denn in einer solchen Serie kann auf der psychologischen Ebene unheimlich viel passieren.» ZSC -Trainer Bob Hartley hielt fest: «Wir müssen am Donnerstag nicht drei Spiele gewinnen. Sondern nur eines.» (phw)
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