In Vals läuft jetzt das grosse Rechnen

Stoffel oder Zumthor: Wer bietet mehr für die Therme? Alle rechnen, auch der Valser Gemeinderat. Ob Zumthor sein Favorit bleibt, ist noch offen.

Die Zukunft des Hotels «Therme» in Vals entscheidet sich am kommenden Freitag.

Bild: Olivia Item

Vals. – Die Valser Gemeindepräsidentin Margrit Walker-Tönz will nach der Präsentation von Remo Stoffels neuer Therme-Offerte vom letzten Freitag noch keine Einschätzung zum Angebot abgeben. Der Gemeinderat werde an seiner Sitzung vom Dienstag die eingereichten Offerten nochmals überprüfen, meinte sie am Sonntag auf Anfrage.

Berechnet habe man inzwischen auch die Auswirkungen der Angebote auf die Gemeindebilanz. Über das Ergebnis werde man an der Gemeindeversammlung vom kommenden Freitag informieren – diese Versammlung wird auch den Entscheid fällen, ob nun Stoffel oder die Gruppe um Peter Zumthor den Zuschlag erhalten soll.

Investitionshilfen dürften entscheidend sein

Ein Vergleich der Angebote erweist sich als sehr komplexe Angelegenheit, denn beide haben Eigenheiten, die sie stark voneinander unterscheiden. Im Dorf läuft das grosse Rechnen – und auch bei Zumthors Interessengemeinschaft. Entscheidend scheint die Frage der kommunalen Investitionshilfen. (jfp)

  • Quelle: suedostschweiz.ch
  • Datum: 13.02.2012, 07:30 Uhr
  • Webcode: 1355890

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Paul Heini

13.02.2012 23:58 Uhr

Ass, Tricks, gezinkte Karten ?

Was haben ein gescheiterter Verwaltungsratspräsident und ein Immobilienzocker gemeinsam? Wenig auf den ersten Blick – noch weniger bei näherer Betrachtung: Hier spielt wohl eine unheilige Allianz von gekränkter Persönlichkeit auf der einen Seite und die Pokerseele andererseits zusammen – der Zweck heiligt die Mittel und mit Heimatschmalz will man glauben machen die Therme werde in einheimischen Händen bleiben – und vergisst dabei mit wem man einen Deal macht! Stimmt man für die Gruppe Truffer/Stoffel transferiert man die Therme in das Kartenhaus der Stoffelpart – und riskiert, dass das Projekt beim nächsten Gerichtsentscheid oder Platzen der nächsten Immobilienblase in sich zusammenfällt. Hotel Therme ade! Mehrzweckhalle oh-jeh!. Dann hilft es wenig wenn die Felsentherme in einer Stiftung sicher parkiert ist – ohne Hotelanlage kann man kein Bad betreiben und umgekehrt. Wenn schon würde interessieren bei wem die Rechte an der Quelle verbleiben!
Deshalb cavete: Die Vermischung von Infrastrukturbeitrag, Stiftung etc. ist kritisch – wir brauchen eine gute, nachhaltige Hotellösung mit Ausstrahlungskraft für das ganze Dorf – und dafür müssen wir auf sichere Werte setzen, sicher in Bezug auf ein passendes Projekt, sicher aber vor allem bezüglich Investor!! Es riecht nach Schlangenfängerei wenn man jetzt mit Pralinenschachteln prahlt – die „Valser-Lösung“ ? - ist eine Scheinlösung ! – wir Valser können (leider) dieses Projekt nicht alleine realisieren, wir brauchen Investoren die hier mitziehen und dabei sind mir solche mit Herzblut lieber als (Valser) Heuschrecken mit einer dubiosen Reputation.

 

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