Umstrittene Glarner Schulsozialarbeit

Die Landsgemeinde entscheidet darüber, ob im ganzen Kanton die Schulsozialarbeit eingeführt wird. Die Befürworter wollen die Schule von Problemen entlasten, die Gegner fürchten die Kosten.

Die Landräte Marco Hodel (links) und Peter Rothlin sind sich über Sinn und Zweck der Schulsozialarbeit nicht einig.

Bild: Maya Rhyner

Glarus. – Sechs 100-Prozent-Stellen für Sozialarbeiter an den Glarner Schulen sollen geschaffen werden. Die Landsgemeinde wird am 6. Mai darüber befinden.

Glarus. – In den vergangenen drei Jahren gab es bereits ein Pilotprojekt mit der Schulsozialarbeit an der Oberstufe Buchholz. Die Schulsozialarbeit habe sich jährlich mit rund 70 Jugendlichen befasst, so steht es im Bericht des Pilotprojektes. Laut den befragten Lehrern hat es eine Entlastung bei der Erfüllung des Erziehungsauftrags gegeben.

Opposition der SVP

Im Streitgespräch in der «Südostschweiz am Sonntag» legen der SVP-Landrat Peter Rothlin sowie der CVP-Landrat und Schulleiter Marc Hodel ihre Standpunkte dar.
Für Rothlin ist die Schulsozialarbeit eine überflüssige Institution, welche lediglich Kosten verursacht. «Schulleitungen, Lehrerschaft, Jugendarbeit und ganz klar die Eltern», seien für die Lösung von Problemen verantwortlich.

Schulleiter Marco Hodel hingegen sieht in der Schulsozialarbeit eine Antwort auf gesellschaftliche Probleme: «Die Lehrer sind primär da, um zu unterrichten und nicht, um Probleme zu lösen.» (bel)

  • Quelle: suedostschweiz.ch
  • Datum: 14.04.2012, 14:30 Uhr
  • Webcode: 2017679
 

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