Das Hochschulangebot in rätoromanischer Sprach- und Literaturwissenschaft soll erhalten bleiben. Damit hat der Ständerat den Bundesrat in einer Motion beauftragt. Und der Bund soll eine Strategie für Berggebiete und ländlichen Räume entwerfen.
Chur. – Zentral für den Erhalt der rätoromanischen Sprache sei die Sprachvermittlung an der Schule, sagte Kommissionssprecher Ivo Bischofberger (CVP/Appenzell). Dies sei aber nur möglich, wenn Lehrkräfte an Schweizer Universitäten pädagogisch-didaktische Zusatzausbildungen absolvieren könnten.
Graubünden, wo die meisten rätoromanisch sprechenden Personen lebten, sei kein Universitätskanton und darum auf die Angebote in anderen Kantonen angewiesen. Der Bundesrat unterstützt das Anliegen und zeigte sich bereit, die Motion entgegenzunehmen.
Bündner Motion an den Nationalrat
Weiter soll der Bund eine Strategie eigens für die Berggebiete und ländlichen Räume entwerfen. Der Ständerat hiess eine entsprechende Motion vom ehemaligen Bündner Ständerat Theo Maissen (CVP) mit 21:4 Stimmen gut. Es gebe viele gute Initiativen, aber es fehle eine übergeordnete Strategie, sagte der Bündner Ständerat Stefan Engler (CVP).
Dem hielt Bundesrat Schneider-Ammann entgegen, es gebe etwa mit der Neuen Regionalpolitik seit 2007 sehr wohl eine Strategie. Darin seien bereits 600 Projekte unterstützt worden. Eine Evaluation der Wirksamkeit sei geplant. Die Motion geht nun an den Nationalrat. (sda)
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