Schweiz verhängt Sanktionen gegen Assad-Clan

Die Schweiz verhängt Strafmassnahmen gegen weibliche Angehörige des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad. Ehefrau Asma, Assads Mutter Anisa, seine Schwester Bushra sowie Assads Schwägerin Manal stehen neu auf der Sanktionsliste, wie das Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) am Montag mitteilte.

Baschar al-Assad mit seiner Ehefrau Asma (Archiv).

Bild: Keystone

Bern. – Insgesamt stehen zwölf neue Namen auf der Liste. Diese Personen dürfen damit nicht mehr in die Schweiz reisen; ihre Vermögenswerte werden eingefroren. Die Strafmassnahmen gegen weibliche Mitglieder der Präsidentenfamilie werden unter anderem damit begründet, dass diese vom Regime finanziell profitieren.

Strafmassnahmen wurden auch gegen den Minister für Elektrizität, den Minister für kommunale Verwaltung und mehrere Staatsminister verhängt.

Ferner setzte die Schweiz mit Masen al-Tabba einen weiteren Geschäftsmann auf ihre Liste. Tabba ist gemäss SECO unter anderem in Devisengeschäfte der syrischen Zentralbank verwickelt. Auf der Sanktionsliste sind nun auch zwei staatliche Erdölfirmen: Die Syrian Petroleum Company und die Mahrukat Company.

Mit diesem Beschluss vollzieht die Schweiz die von der EU am 23. März beschlossenen Sanktionen nach. Es gilt auch ein Waffenembargo für Syrien. Zudem ist die Einfuhr von Erdöl und Erdölprodukten verboten.

Die EU verschärfte am Montag ihre Sanktionen bereits wieder. Die Aussenminister der 27 EU-Mitglieder beschlossen in Luxemburg, das Ausfuhrverbot für Produkte, die für die Unterdrückung der Opposition verwendet werden können, auszuweiten.

Zudem wird die Ausfuhr von Luxusgütern nach Syrien verboten. Eine genaue Liste der betroffenen Güter muss noch erstellt werden. Es könnten unter anderem teure Uhren sein.

Bislang hat die Schweiz alle EU-Sanktionen gegen Syrien später nachvollzogen. Für eine Ausweitung der Namens- und Firmenliste braucht es nach SECO-Angaben nur grünes Licht von Volkswirtschaftsminister Johann Schneider-Ammann. Im Falle neuer Sanktionen, wie nun das von der EU beschlossene Ausfuhrverbot für Luxuswaren, braucht es einen Beschluss des Bundesrates.

In Syrien selbst haben die seit einer Woche dort stationierten Beobachter der UNO mit der Erkundung der Umgebung von Damaskus begonnen, wie ein Vertreter der Mission, internationalen Nachrichtenagenturen am Montag sagte. Weiter bereiteten die Beobachter die grössere Beobachtermission vor und bemühten sich, «Kontakte zu allen Parteien herzustellen». (sda)

  • Quelle: sda
  • Datum: 23.04.2012, 13:02 Uhr
  • Webcode: 2128667
 

Gast
The content of this field is kept private and will not be shown publicly.

  • Web page addresses and e-mail addresses turn into links automatically.
  • Allowed HTML tags: <p> <a> <em> <strong> <cite> <code> <ul> <ol> <li> <dl> <dt> <dd>
  • Lines and paragraphs break automatically.
  • Each email address will be obfuscated in a human readable fashion or (if JavaScript is enabled) replaced with a spamproof clickable link.

More information about formatting options

Code:*
Enter your dog's name:
Speichern Vorschau

Sie erklären sich damit einverstanden, unseren Service weder für illegale Zwecke, noch zur Übermittlung von gesetzeswidrigen, belästigenden, beleidigenden, die Privatsphäre anderer verletzenden, missbräuchlichen, bedrohlichen, schädlichen, vulgären, obszönen, verleumderischen, zu beanstandenden oder anderweitig verwerflichen Inhalten oder von Material, welches das geistige Eigentum oder andere Rechte einer Person verletzt oder verletzen könnte, zu benützen. Ihr Kommentar kann auch auf Google und anderen Suchseiten gefunden werden.

suedostschweiz.ch entscheidet über die Veröffentlichung der Beiträge und führt darüber keine Korrespondenz.

Ernst Laub

24.04.2012 11:16 Uhr

"souveräne und neutrale" Schweiz

Seltsam; Weshalb lässt unser Bundesrat nicht auch die saudische Königsfamilie und andere "Menschenrechtsverbrecher" boykottieren? Wahrscheinlich fehlen die entsprechenden Brüsseler oder Washingtoner Anweisungen an die "souveräne" und "neutrale" Schweiz.
P.S. Gott sei Dank wird Marine Le Pen nicht französische Präsidentin, sonst müsste die Schweiz auf diskreten Wink der Amerikaner auch noch Frankreich boykottieren. Da hatten wir Glück mit Herrn Blocher. Der war stets voll auf der Linie der Yankees.

 

Heute, 21:10 Uhr | 0 Kommentare

Wie stehen Bündner CVPler zu einer zweiten Gotthardröhre? Was halten die Mitglieder von Grossraubtieren im Kanton Graubünden? Im Rahmen einer gross angelegten Umfrage hat die Parteispitze rund 1500 Mitglieder zu Themen wie diese befragt.

mehr...

Heute, 20:50 Uhr | 0 Kommentare

Die Einsprachefrist gegen das neue Jona Center im Osten von Jona ist verstrichen. Insgesamt 26 Einsprachen zählt die Stadt gegen das Projekt. Zudem ist ein Referendum angekündigt.

mehr...

Heute, 20:48 Uhr | 0 Kommentare

Noch nie sind so viele Besucher mit den Pilatus-Bahnen gefahren wie 2013: Insgesamt besuchten im vergangenen Jahr 622'967 Personen den Pilatus.

mehr...

Heute, 20:45 Uhr | 0 Kommentare

Das Linthgebiet befürchtet, bei der Standortwahl für eine neue Kantonsschule übergangen zu werden. Denn seitens der St.Galler Regierung herrscht Funkstille.

mehr...

Heute, 20:01 Uhr | 0 Kommentare

Die Ukraine hat die vereinbarte Waffenruhe für beendet erklärt und eine neue Offensive gegen prorussische Aktivisten im Osten des Landes angekündigt. Der «Anti-Terror-Einsatz» werde in Kürze beginnen, sagte Vize-Ministerpräsident Vitali Jarema in Kiew.

mehr...

Weitere Artikel

Community

Multimedia

Top-Deals

Mit Schall und Rauch durch das Engadin mit einer historischen Dampfkomposition der Rhätischen Bahn – einem Juwel auf Schienen
CHF 63.-
CHF 125.-
mehr
Haarfreie Intimzone - Brazilian Sugaring - für SIE
CHF 35.-
CHF 70.-
mehr
Faszination Klettern kennenlernen - Kletter-Grundkurs 1 (ein Abend) und Gutschein für vier Abende individuelles Klettern
CHF 95.-
CHF 195.-
mehr
Südostschweiz Newmedia AG - Die TYPO3 und Drupal Web-Agentur für Ihre professionelle Website