Parlamentarische Anfrage wegen der Therme Vals

Um die Therme in Vals wird weiter gekämpft. Architekt Peter Zumthor und der Churer Immobilienunternehmer Remo Stoffel überarbeiteten ihre Angebote, weshalb nicht wie geplant am Freitag über den Verkauf der Hotel und Thermalbad AG entschieden wird. Am Mittwoch wurde im Grossen Rat des Kantons Graubünden eine parlamentarische Anfrage zum Engagement von Remo Stoffel eingereicht.

Die Therme Vals mit dem Hotelgebäude im Hintergrund.

Bild: Arno Balzarini/Keystone

Vals. – Die Gemeindeversammlung wurde auf den 9. März verschoben («suedostschweiz.ch» berichtete). Die erst vor kurzem bei der Gemeinde eingegangenen angepassten Offerten wiesen erhebliche Differenzen gegenüber den ursprünglichen Angeboten auf. Laut Gemeindepräsidentin Margrith Walkter-Tönz ist die Zeit zu knapp, um die Offerten zu vergleichen und die Stimmberechtigten zu informieren.

Schöpfer der Therme ist Architekt Peter Zumthor. Sein Gegenspieler ist der Churer Immobilienunternehmer Remo Stoffel. Beide Interessenten wollen die Aktien der Gesellschaft übernehmen und 50 Millionen Franken in den Neubau eines Hotels investieren. Die Gemeinde hat nicht das Geld für die nötigen Investitionen, weshalb Therme und Hotel verkauft werden sollen.

Fragen zu Stoffel

Das Engagement des jungen Immobilienunternehmers Remo Stoffel, eines gebürtigen Valsers, ist in Graubünden seit Mittwoch Gegenstand einer parlamentarischen Anfrage. Zwei SP-Grossräte werfen Fragen an die Regierung zum Therme-Verkauf auf. Die Politiker interessiert unter anderem, ob der Kanton oder das Amt für Wirtschaft und Tourismus gegenüber Stoffel Zusagen gemacht haben zur Finanzierung von dessen Angebot.

Weiter soll die Regierung erklären, wie sie vor dem Hintergrund einer allfälligen Zusammenarbeit des Kantons mit Stoffel dazu steht, dass gegen den potenziellen Investor «verschiedene Untersuchungen und Verfahren» im Gange sind. Erwähnt in diesem Zusammenhang werden «mögliche Steuerdelikte, mögliche Vermögensdelikte und eine mögliche Urkundenfälschung». (sda)

  • Quelle: suedostschweiz.ch
  • Datum: 15.02.2012, 19:39 Uhr
  • Webcode: 1357804

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Marcel Schmid

17.02.2012 10:39 Uhr

Marcel Schmid

17.02.2012 09:45 Uhr

IG Vals mit Nat Rotschild

Da ist mir dann der 25 Mio Investor der IG Vals (vgl. SO 16.2.) schon viel sympatischer, wenn man etwas googelt, findet man dazu etwa:

„Einmal mehr erscheint der Name Nat Rothschild im Zusammenhang mit Intrigen und Fragen zu seinen Beziehungen mit Libyen. Zudem ist Rothschild mit Peter Mandelson befreundet, der mit dem Lockerbie Attentat in Verbindung gebracht wird.“

„Seine Einflusssphäre, so wurde aufgedeckt, erstreckt sich bis nach Libyen, das während den 1980er und 90er als Terroristen Staat beschimpft wurde. Seif Gaddafi, der Sohn von Muammar Gaddafi, war der Ehrengast auf einer Party, die 2008 von Financier Rothschild in New York organisiert wurde. Im gleichen Jahr stellte Rothschild sein Anwesen in Corfu für ein Treffen zwischen Seif Gaddafi und Mandelson zur Verfügung.“

Martin Stuber

16.02.2012 22:26 Uhr

Stoffel nicht vertrauenswürdig

Heute Do im CH aktuell wurde vom zuständigen Regierungsrat Trachsel klar gesagt, dass es keine finanziellen Zusagen des Kantrons gebe. Diese figurieren aber als fixe Beträge in im Stoffel/Truffer Prospekt. Das ist typisch für die Methoden des Herrn Stoffel.
Zu den Interpellationen ist zu sagen: die Frage, weshalb das Verfahren wegen Urkundenfälschung so lange dauert, ist völlig berechtigt. Sicher gilt die Unschuldsvermutung, aber die Tat Stoffels ist recht simpel, betroffen sind die Stockwerkeigentümer der drei Aussenhäuser in Vals und die Graubündner Kantonalbank und es geht immerhin um eine Million Franken - das sollte nicht Jahre dauern bis zum Urteil.
Herr Stoffel ist mit dubiosen Methoden zu seinem Vermögen gekommen, dessen Umfang zudem unbekannt ist. Ob er real tatsächlich so schwerreich ist, wie es immer heisst, wird sich vielleicht noch weisen.

 

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