Offerte von Stoffel und Truffer ist im Rennen

Die nach Ideen der Valser Gruppe optimierte Offerte Remo Stoffels für die Therme wird zum Konkurrenzangebot für Peter Zumthors Interessengemeinschaft Therme Vals. Wie Stoffel und Truffer am Freitagabend ankündigten, wird Vals an der Gemeindeversammlung vom 17. Februar über die neue Offerte befinden können.

Immobilienunternehmer Remo Stoffel (links) und Steinbruch-Mitinhaber Pius Truffer ziehen jetzt auch offiziell am gleichen Strick.

Bild: Keystone

Vals. - Die Valser Gruppe hat sich trotz spätem Eingreifen mit Erfolg in das Rennen um die Therme Vals eingebracht: Dank dem Zusammenspannen mit dem bereits offerierenden Remo Stoffel haben sie mit ihren Ideen Zugang zur entscheidenden Gemeindeversammlung in einer Woche bekommen.

Seine nach den Vorstellungen der Valser Gruppe optimierte Offerte werde am 17. Februar zur Abstimmung kommen, hielt Stoffel am Freitagabend an einer gemeinsamen Medienorientierung mit Truffer und der Gruppe fest.

Verwaltungsrat bleibt auf Stoffels Seite

Die an der Medienorientierung ebenfalls präsente Spitze des Verwaltungsrats der Hotel und Thermalbad Vals AG signalisierte klare Unterstützung für das Stoffel-Truffer-Angebot.

Ob der Gemeinderat seine Empfehlung zuhanden der Gemeindeversammlung modifizieren wird, war am Freitag noch nicht bekannt. Der Rat, der erst kurz vor den Medien im Detail über das neue Angebot orientiert wurde, bevorzugt bislang die Offerte der Gruppe um Peter Zumthor. (jfp)

  • Quelle: suedostschweiz.ch
  • Datum: 10.02.2012, 22:10 Uhr
  • Webcode: 1354911

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Philipp Schmid Schmid

11.02.2012 10:04 Uhr

Für Stoffel-Truffer-Offerte ist der Weg frei

Der Weg ist frei. Ich frage mich nur wohin.
Ich verstehe nach wie vor nicht, dass mit Remo Stoffel überhaupt verhandelt und Zeit vergeudet wird.

Ja, man spricht immer von Unschuldsvermutung (lächerlich). Die Liste der zahlreichen Verfahren ist nicht gerade kurz:

Folgende Fälle sind pendent:
- Eine Sondereinheit der Eidg. Steuerverwaltung ermittelt gegen Remo Stoffel wegen Steuerbetrugs-Vorwürfen. Laut Gerichtsdokumenten gehen die Ermittler von einer Steuerschuld von Fr. 150 Millionen aus.

-Ferner ist in Zürich eine Untersuchung wegen Vermögensdelikten pendent.

- In Maloja liegt beim Bezirksgericht eine Anklageschrift der Bündner Staatsanwaltschaft wegen Verdacht auf Vermögens- und Konkursdelikten vor.

- In Chur steht ein gerichtspolizeiliches Ermittlungsverfahren kurz vor dem Abschluss.

- Unlängst hat die Staatsanwaltschaft Bern eine Strafuntersuchung gegen zwei Mitarbeiter von Stoffels Unternehmensgruppe Priora wegen Verdachts auf ungetreue Geschäftsführung und Veruntreuung eröffnet.

Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass eine nur halbwegs seriöse Bank an Herrn Remo Stoffel eine Kreditzusage von Fr. 37.5 Mio. macht.

Einerseits bin ich besorgt. Andererseits weiss ich, dass die Valserbürgerinnen und Valserbürger wissen, dass die Therme in seriöse Hände und nicht in die Klauen eines Spekulanten gehört.

Philipp Schmid, Egg ZH
(ein Heimweh-Valser)

 

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