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Nationalrat bekämpft Lolita-Prostitution

Der Nationalrat will die Prostitution von 16- bis 18-Jährigen verbieten. Wer Liebesdienste von Minderjährigen in Anspruch nimmt, soll bestraft werden. Der Nationalrat hat am Donnerstag vier Vorstösse mit dieser Forderung stillschweigend unterstützt.

Minderjährige sollen ihren Körper nicht mehr verkaufen müssen (Symbolbild).
Minderjährige sollen ihren Körper nicht mehr verkaufen müssen (Symbolbild).

Bern. – Die Schweiz sei bald das einzige europäische Land, das zulasse, dass Minderjährige ihre Liebesdienste gegen Geld anbieten dürften, sagte Chantal Galladé (SP/ZH). Sie ist Autorin eines der Vorstösse. Für Luc Barthassat (CVP/GE), den Autor des zweiten Vorstosses, ist dieser Zustand unannehmbar, wie er sagte.

Dasselbe Anliegen unterstützen die Kantone Genf und Wallis mit Standesinitiativen. Der Vorstoss aus dem Wallis verlangt zusätzlich, dass minderjährige Prostituierte von erfahrenen Spezialisten unterstützt werden.

Der Ständerat hatte den beiden Standesinitiativen keine Folge geben wollen. Der Bundesrat will ebenfalls, dass mit bis zu drei Jahren Haft bestraft werden kann, wer gegen Entgelt sexuelle Dienste von minderjährigen Prostituierten in Anspruch nimmt.

In der Vernehmlassung begrüssten die vier grossen Parteien die neue Regelung. Sie ist Voraussetzung dafür, dass die Schweiz der Europarats-Konvention zum Schutz von Kindern vor sexueller Ausbeutung und sexuellem Missbrauch beitreten kann. (sda)

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