Im Zuge der Revolutionen und Umbrüche in Nordafrika vor rund einem Jahr wurde Malta mit einer grossen Welle an Asylgesuchen konfrontiert. Auch die Regierung des Fürstentums Liechtenstein hat deshalb beschlossen, einen Asylsuchenden eritreischer Herkunft aufzunehmen.
Vaduz. – Ein Mitarbeiter des Ausländer- und Passamts des Fürstentums Liechtenstein führte in den vergangenen Monaten Interviews mit sechs infrage kommenden Personen in Malta durch.
Dabei stellte sich heraus, dass ein eritreischer Staatsbürger die besten Integrationsperspektiven besitzt und voraussichtlich im Februar nach Liechtenstein kommen wird. Das Amt wird den Flüchtling bei seiner Integration unterstützen, damit er möglichst rasch eine Arbeitsstelle finden und für seinen Lebensunterhalt selbst aufkommen kann.
Sieben Gesuche bewilligt
Liechtenstein leistet mit der Übernahme im Verhältnis zur Bevölkerungszahl und den Übernahme-Zahlen anderer deutschsprachigen Staaten einen klaren Beitrag zur gesamteuropäischen Solidarität, heisst es in einer Mitteilung. Im Vergleich dazu wird die Schweiz mit 220-mal mehr Einwohnern als Liechtenstein zehn bis 20 Personen aus Malta übernehmen.
Integration steht auch im Mittelpunkt der Asylsuchenden aus Ostafrika, die im Herbst 2009 nach Liechtenstein gekommen sind. 26 Personen befinden sich aktuell noch in Liechtenstein, dazu kommen zwei Neugeborene. Sieben Asylsuchenden wurde Asyl gewährt. 21-mal wurde eine vorläufige Aufnahme ausgesprochen. Die vorläufig aufgenommenen Personen aus Somalia und Eritrea werden vermutlich auch längerfristig in Liechtenstein bleiben. (so)
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