Der Kanton will, dass die Schwyzerinnen und Schwyzer gesund bleiben. Er hat ein Konzept zur Stärkung von Gesundheitsförderung und Prävention erarbeitet.
Kanton. - Gemäss der Schweizerischen Gesundheitsbefragung 2007 fühlt sich zwar, wie gesamtschweizerisch, eine grosse Mehrheit (88 Prozent) der Schwyzerinnen und Schwyzer körperlich und psychisch gesund oder sogar sehr gesund. Dies obwohl 31 Prozent (Schweiz 28 Prozent) regelmässig rauchen, die Hälfte der Männer übergewichtig oder stark übergewichtig ist und rund jeder sechste Schwyzer und jede achte Schwyzerin gänzlich körperlich inaktiv ist. Vergleichbar mit der Entwicklung in der ganzen Schweiz steigen aber auch die Gesundheitskosten der Schwyzer Bevölkerung jährlich an, schreibt das Departement des Innern.
Man kann viel tun
Viele Krankheiten wie Herzkreislauf-, Krebs- oder Atemwegserkrankungen, die zum vorzeitigen Tod oder zu chronischen Verläufen führen, liessen sich durch vorbeugende Massnahmen wie ausreichend Bewegung, gesunde Ernährung und Verzicht auf Rauchen vermeiden oder in ihrem Verlauf beeinflussen. Der Gesundheitszustand des Einzelnen hängt neben dem individuellen Gesundheitsverhalten auch wesentlich von äusseren Umständen (Gesundheitsdeterminanten) ab wie Bildung, Beruf, Einkommen, Geschlecht oder Herkunftsland. Dazu das Departement des Innern: «Dadurch wird Gesundheitsförderung und Prävention zunehmend zu einer Querschnittsaufgabe, welche nicht nur den Bereich Gesundheit, sondern alle Bereiche des Lebens betrifft.»
Vision und Strategien für eine gesunde Bevölkerung
Zur Stärkung von Gesundheitsförderung und Prävention hat der Kanton in Zusammenarbeit mit einer breit abgestützten vom Regierungsrat gewählten Fachkommission ein Konzept erarbeitet. Dieses soll in Zukunft dem Regierungsrat und dem zuständigen Departement sowie allen Akteuren im Bereich der Gesundheitsförderung und Prävention als Leitlinie dienen. Neben Grundlagen enthält es eine Vision für die Gesundheit der Schwyzer Bevölkerung und beschreibt vier Strategien mit Zielen und Massnahmen. Die Vision strebt als Ziel an, dass sich die Schwyzerinnen und Schwyzer weiterhin gesund fühlen und sich eigenverantwortlich um ihre Gesundheit kümmern. Sie fordert, dass der Kanton Schwyz über Massnahmen der Gesundheitsförderung und Prävention informiert und deren Umsetzung fördert, Gesundheitsförderung und Prävention kantonal regelt, Gesundheitsziele festlegt, die Akteure vernetzt und ihre Zusammenarbeit koordiniert.
Vier Strategien
Diese Vision soll mit vier Strategien - Sensibilisierung der Bevölkerung, Sensibilisierung der Politik, Vernetzung der Akteure und Schwerpunktprogramme - erreicht werden. Damit sollen das Verantwortungsbewusstsein der Bevölkerung für die eigene Gesundheit gestärkt werden, Gesundheitsförderung und Prävention in der Gesundheitspolitik einen höheren Stellenwert erhalten, sowie die verschiedenen Akteure, die im Kanton Schwyz bereits im Bereich Gesundheitsförderung und Prävention aktiv sind, besser vernetzt und koordiniert werden. Schwerpunktprogramme, wie sie bereits heute in Umsetzung sind (Psychische Gesundheit, Netzwerk Gesunde Schulen im Kanton Schwyz) sollen sich auch künftig einem speziellen Thema oder einer ausgewählten Zielgruppe widmen.
Für Interessierte ist das Konzept online unter www.sz.ch/ags-aktuell verfügbar.
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