Jenny: «Sommaruga und Schneider-Ammann»

Der Glarner Ständerat This Jenny favorisiert für die morgigen Bundesratswahlen Johann Schneider-Ammann sowie Jacqueline Fehr und Simonetta Sommaruga mit leichten Vorteilen für die Letztgenannte. Das werde sich auch in der Nacht der langen Messer nicht mehr ändern, glaubt Jenny.

FDP-Bundesratskandidat Johann Schneider-Ammann.

Bild: Lukas Lehmann/Keystone

SP-Bundesratskandidatin Simonetta Sommaruga.

Bild: Peter Schneider/Keystone

«suedostschweiz.ch»-Kommentator This Jenny.

Chur/Bern. – Ab 8 Uhr wählt morgen die Eidgenössische Bundesversammlung in dieser Reihenfolge die Nachfolger für die abtretenden Bundesräte Moritz Leuenberger (SP) und Hans-Rudolf Merz (FDP).

Im ersten Wahlgang um die Leuenberger-Nachfolge treten Simonetta Sommaruga (SP), Jacqueline Fehr (SP) und Jean-François Rime (SVP) an. Der Glarner SVP-Ständerat This Jenny, der die Wahlen auf «suedostschweiz.ch» kommentieren wird, geht davon aus, dass Rime mit 66 bis 75 Fraktionsstimmen im dritten Wahlgang ausscheiden wird. «Im Schlussgang um die Leuenberger-Nachfolge werden Fehr und Sommaruga stehen», prognostiziert Jenny. «Mit leichten Vorteilen für Sommaruga.»

Für den FDP-Sitz von Merz kandidieren Johann Schneider-Ammann (FDP), Karin Keller-Sutter (FDP), Brigit Wyss (Grüne) und erneut SVP-Mann Rime. Hier sieht Jenny Johann Schneider-Ammann als Favoriten, obschon es für die FDP schwieriger werde als für die SP, «die Schafe ins Trockene zu bringen», sprich den Sitz zu halten.

«Nach der langen Messer wird überbewertet»

Dass seine Prognosen in der bevorstehenden «Nacht der langen Messer» über den Haufen geworfen werden, kann sich Jenny nicht vorstellen. «Diese Nacht wird überbewertet», sagt er. «Wir Parlamentarier sind plus/minus erwachsene Menschen und Persönlichkeiten.» Die meisten von ihnen würden sich nicht gerne vorschreiben lassen, was sie zu tun, respektive wen sie zu wählen hätten.

«Lobbyisten und 'Königsmacher' überschätzen sich und wirken eher kontraproduktiv», so Jenny weiter. «Aber die Nacht gibt es, da werden Hinterbänkler auf einmal zu etwas oder jemandem.» (phw)

This Jenny (58) sitzt seit 1998 für den Kanton Glarus im Ständerat. Seit der Spaltung in BDP und neue SVP ist er SVP-Fraktionspräsident. Von 1986 bis 2000 war Jenny Gemeinderat von Glarus und seit 1984 ist er Glarner Landrat. Zudem war der zweifache Familienvater von 1992 bis 2003 Präsident der SVP Glarus. Für «suedostschweiz.ch» kommentiert er morgen die Bundesratswahlen aus der Sicht der Südostschweiz.

  • Quelle: suedostschweiz.ch
  • Datum: 21.09.2010, 16:00 Uhr
  • Webcode: 604795
 
 

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