Samaras als Regierungschef vereidigt

In Griechenland ist die Einigung auf eine Koalitionsregierung unter Führung der Konservativen unter Dach und Fach. Neuer Ministerpräsident wird der Vorsitzende der konservativen Nea Dimokratia (ND), Antonis Samaras.

Antonis Samaras (r) beim Amtseid als neuer Regierungschef.

Bild: Keystone

Der neue Regierungschef Samaras (l) und Präsident Papoulias.

Bild: Keystone

Ein zufriedener Sozialisten-Chef Venizelos.

Bild: Keystone

Dimar-Chef Fotis Kouvelis.

Bild: Keystone

Voraussichtlich der neue griechische Ministerpräsident: Antonis Samaras (Archiv).

Bild: Keystone

Athen. – Staatspräsident Karolos Papoulias erteilte dem 61-Jährigen am Mittwoch das Mandat zur Bildung einer Regierung. Gleich darauf wurde Samaras als Ministerpräsident des Landes vereidigt. Papoulias wünschte ihm viel Erfolg: «Die Probleme, die vor Ihnen liegen, sind viele, und sie sind sehr schwierig.»

Nach Unterzeichnung des Koalitionsvertrages soll am Donnerstag das neue Kabinett vorgestellt werden. Wahrscheinlich wird es sich aus konservativen Politikern sowie Experten zusammensetzen, die das Vertrauen der beiden kleineren Koalitionspartner haben.

Evangelos Venizelos von den Sozialisten (Pasok) und Fotis Kouvelis von der Demokratischen Linken (Dimar) wollen die Regierung aktiv unterstützen, aber keine Parteimitglieder ins Kabinett entsenden.

Die drei Parteien haben im 300-köpfigen Parlament eine Mehrheit von 179 Abgeordneten. Aus der Parlamentswahl am Sonntag war die Nea Dimokratia von Samaras als stärkste Kraft hervorgegangen. Mit den ihr deswegen zuerkannten 50 Bonussitzen verfügt sie über 129 Mandate, gefolgt vom Linksbündnis Syriza mit 71 Sitzen und der Pasok mit 33 Sitzen. Die Dimar kam auf 17 Mandate.

Für Griechenland war es nach der zweiten Parlamentsneuwahl innert sechs Wochen höchste Zeit, dass eine Regierung zustande kommt. Das von der Staatspleite bedrohte Land braucht dringend Geld. Die Kassen sind leer, und das wenige Geld reicht nur noch bis Mitte Juli.

Erste Kraftproben

Schon am Donnerstag tagt in Luxemburg die Eurogruppe. Die erste grosse Kraftprobe werde der Regierung beim EU-Gipfeltreffen Ende Juni bevorstehen, erklärte Venizelos. «Wir müssen mit dieser Qual der Arbeitslosigkeit fertig werden», sagte er am Mittwoch im Fernsehen.

Die künftigen Koalitionsparteien sprechen sich für Reformen aus und treten vehement für den Verbleib Griechenlands in der Eurozone aus. Allerdings wollen sie die internationalen Geldgeber davon überzeugen, die vereinbarten Sparauflagen um zwei Jahre zu strecken. (sda)

  • Quelle: sda
  • Datum: 20.06.2012, 16:56 Uhr
  • Webcode: 2369431
 

Gast
The content of this field is kept private and will not be shown publicly.

  • Web page addresses and e-mail addresses turn into links automatically.
  • Allowed HTML tags: <p> <a> <em> <strong> <cite> <code> <ul> <ol> <li> <dl> <dt> <dd>
  • Lines and paragraphs break automatically.
  • Each email address will be obfuscated in a human readable fashion or (if JavaScript is enabled) replaced with a spamproof clickable link.

More information about formatting options

Code:*
Enter your dog's name:
Speichern Vorschau

Sie erklären sich damit einverstanden, unseren Service weder für illegale Zwecke, noch zur Übermittlung von gesetzeswidrigen, belästigenden, beleidigenden, die Privatsphäre anderer verletzenden, missbräuchlichen, bedrohlichen, schädlichen, vulgären, obszönen, verleumderischen, zu beanstandenden oder anderweitig verwerflichen Inhalten oder von Material, welches das geistige Eigentum oder andere Rechte einer Person verletzt oder verletzen könnte, zu benützen. Ihr Kommentar kann auch auf Google und anderen Suchseiten gefunden werden.

suedostschweiz.ch entscheidet über die Veröffentlichung der Beiträge und führt darüber keine Korrespondenz.

Ihre Meinung ist uns wichtig!

Was halten Sie von diesem Artikel? Schreiben Sie in einem Kommentar Ihre Meinung dazu!

neuen Kommentar schreiben...
 

Heute, 15:52 Uhr | 1 Kommentar

Russland hat als Reaktion auf die Gewalt im Osten der Ukraine ein grossangelegtes Militärmanöver an der gemeinsamen Grenze begonnen. Zu der Übung gehörten auch Beobachtungsflüge, um die Lage an der Grenze aufzuklären.

mehr...

Heute, 16:16 Uhr | 0 Kommentare

Spitäler dürfen mit dem neuen Finanzierungsmodell der Fallpauschalen Gewinne erzielen, wie das Bundesverwaltungsgericht entschieden hat. Massgebend für die Festlegung der Pauschalen sind die Tarife effizienter Spitäler.

mehr...

Heute, 16:08 Uhr | 0 Kommentare

Der Bündner Grosse Rat lehnt es ab, mittels einer Standesinitiative dem Bundesgericht verbieten zu wollen, sich zu Wahlsysteme für Kantonsparlamente zu äussern. Eine Mehrheit des Rates war vor einem Jahr noch für ein solches Anliegen.

mehr...

Heute, 15:35 Uhr | 0 Kommentare

Die Aargauer Militärdirektorin Susanne Hochuli (Grüne) sowie die Aargauer Ständerätinnen Christine Egerszegi (FDP) und Pascale Bruderer (SP) wehren sich gegen die Kritik, sie wollten die Armee abschaffen. Sie präsidieren das kantonale Komitee gegen den Gripen-Kauf.

mehr...

Heute, 15:30 Uhr | 0 Kommentare

Armenien hat die Beileids-Erklärung der Türkei zum Völkermord an den Armeniern zurückgewiesen. Ankara bleibe bei seiner Politik der «völligen Leugnung» des Genozids, kritisierte der armenische Präsident Sersch Sarkissjan am Donnerstag.

mehr...

Weitere Artikel

Community

Multimedia

Top-Deals

Feine Piccata Milanese inklusive Salat für 2 Personen im Restaurant Pizzeria Capellerhof in Chur
CHF 36.-
CHF 72.-
mehr
Mit Schall und Rauch durch das Engadin mit einer historischen Dampfkomposition der Rhätischen Bahn – einem Juwel auf Schienen
CHF 63.-
CHF 125.-
mehr
Haarfreie Intimzone - Brazilian Sugaring - für SIE
CHF 35.-
CHF 70.-
mehr
Südostschweiz Newmedia AG - Die TYPO3 und Drupal Web-Agentur für Ihre professionelle Website