Graubünden fördert neu alternative Wohnformen im Alter

Im Kanton Graubünden soll die Zahl der über 80-jährigen Menschen in den Pflegeheimen in den nächsten Jahren markant gesenkt werden. Die entsprechende Reduktion soll unter anderem durch eine gezielte Förderung von alternativen Pflege- und Betreuungsangeboten durch den Kanton erreicht werden. Das sagte Regierungspräsidentin Barbara Janom Steiner am Mittwoch in Chur.

Barbara Janom Steiner und Rudolf Leuthold vom Gesundheitsamt informieren über das Altersleitbild 2012.

Bild: Marco Hartmann

Chur. – Wie Regierungspräsidentin Barbara Janom Steiner und Rudolf Leuthold, der Chef des kantonalen Gesundheitsamtes, am Mittwoch vor den Medien in Chur bei der Präsentation des Altersleitbildes Graubünden 2012 ausführten, soll der Anteil der über 80-Jährigen, die sich in einem Bündner Pflegeheim aufhalten, bis ins Jahr 2030 auf unter 20 Prozent gesenkt werden. Im Jahr 2010 hatte dieser Anteil noch 25 Prozent betragen.

Anreiz für Gemeinden geschaffen

Um das hoch gesteckte Ziel zu erreichen, wird der Kanton laut Janom Steiner in Zukunft nicht mehr nur den Bettenbedarf in Pflegeheimen, sondern auch den Bedarf an alternativen Pflege- und Betreuungsangeboten wie Betreutes Wohnen oder Tages- und Nachtstrukturen definieren. 

Gemeinden, die entsprechende Projekte realisieren, werden vom Kanton künftig bei der Planung und Finanzierung unterstützt. (so)

  • Quelle: suedostschweiz.ch
  • Datum: 22.02.2012, 11:34 Uhr
  • Webcode: 1361674

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