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Gezwitscher vor dem «grossen Schweigen»

Während der Papstwahl ist den Kardinälen die Kommunikation mit der Aussenwelt untersagt. Kurz vor Beginn haben mehrere Kardinäle letzte Botschaften auf dem Kurznachrichtendienst Twitter an ihre Online-Gemeinden abgesetzt.

«Gebete sind nötig»: Twitter-Botschaft von Kardinal Roger Mahony vor dem Konklave.
«Gebete sind nötig»: Twitter-Botschaft von Kardinal Roger Mahony vor dem Konklave.

Vatikanstadt. – «Letzter Tweet vor dem Konklave», schrieb der südafrikanische Kardinal Wilfrid Napier am Dienstag an seine Leser auf Twitter. «Möge unser Vater unsere Gebete und Opfer für einen fruchtbaren Ausgang erhören und mit Liebe und Gnade antworten.» Nun beginne das «grosse Schweigen», liessen die französischen Kirchenoberen mitteilen, die am Konklave teilnehmen.

Die 115 wahlberechtigten Kardinäle werden während der Papstwahl im Vatikan vollkommen isoliert. Elektronische Störsender verhindern, dass sie etwa per Handy telefonieren oder Botschaften aus der Sixtinischen Kapelle absetzen können, wo die Wahl stattfindet. Auf einen Bruch der Schweigepflicht steht schlimmstenfalls die Exkommunikation.

«Erstes Konklave-Treffen am Dienstagnachmittag, Gebete sind nötig», schrieb US-Kardinal Roger Mahony. Schwester Mary Ann Walsh, Sprecherin der US-Bischofskonferenz, zeigte sich besorgt, dass einige Kardinäle unter «iPad- und Twitter-Entzug» leiden könnten. (sda)

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