Die Tourismusfinanzierung spaltet die Bündner FDP

Das Tourismusabgabegesetz (TAG) sorgt bei der FDP für Missstimmung. Die Wirtschaftsvertreter sind dafür, die Poli­tiker jedoch dagegen.

Marco Ettisberger: «Die waren schon dagegen, bevor das Gesetz überhaupt vorlag.»

Bild: Archiv

Für Michael Pfäffli steht fest: Die Bündner Wirtschaft ist klar gegen das TAG, dafür stimme nur die Teppichetage der Verbände.

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Chur. – Am vergangenen Donnerstag haben sowohl die Befürworter als auch die Gegner der geplanten Tourismusabgabe (TAG) die Mitglieder ihrer Komitees bekannt gegeben. Dabei zeigt sich Erstaunliches: Auf beiden Seiten geben Vertreter der FDP Graubünden den Ton an. Für das TAG treten die Vertreter der Bündner Wirtschaftsverbände ein.

Insgesamt gehören elf der 39 Mitglieder des Co-Präsidium des Ja-Komitees der FDP an. Das gleiche Bild zeigt sich bei den TAG-Gegnern: Mit Parteipräsident Michael Pfäffli, Fraktionschef Reto Nick und dem Churer Grossrat Rudolf Kunz stehen auch hier FDP-Politiker in der ersten Reihe.

Gegenseitige Vorwürfe

Und die beiden Lager innerhalb der FDP schenken sich im Abstimmungskampf nichts. «Die waren schon dagegen, bevor das Gesetz überhaupt vorlag», meint der ehemalige FDP-Grossrat Marco Ettisberger in seiner Eigenschaft als Sekretär von Handelskammer und Arbeitgeberverband Graubünden. Und Gewerbepräsident Urs Schädler macht bei seinen Parteifreunden gar eine «gewisse Sturheit» aus.

Für Pfäffli steht jedoch fest: Die Bündner Wirtschaft ist klar gegen das TAG, dafür sei nur die Teppichetage der Verbände. (hb)

  • Quelle: suedostschweiz.ch
  • Datum: 06.10.2012, 20:00 Uhr
  • Webcode: 2685460
 

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