Die Spitäler drohen mit Leistungsabbau

Wenn der Kanton die gemeinwirtschaftlichen Leistungen der Spitäler nicht mehr decke, dann müsse man sich einen Leistungsabbau überlegen. Das sagt der Davoser Spitaldirektor Markus Hehli.

Der Davoser Spitaldirektor Markus Hehli und Claudia Kleis, Präsidentin des Bündner Spital- und Heimverbandes, wehren sich für die Spitäler in Graubünden

Bild: Yanik Bürkli

Chur. – Die vom Grossen Rat letzte Woche im Rahmen der Budgetdebatte gesprochenen acht Millionen Franken für die gemeinwirtschaftlichen Leistungen der Spitäler im Kanton genügen nicht. Wenn man Angebot und Bereitschaft in allen Regionen aufrecht erhalten solle, dann bräuchten die Spitäler 23 Millionen Franken, sagt Hehli im Interview mit der «Südostschweiz».

Entweder müssten nun die Gemeinden die Differenz von 15 Millionen Franken übernehmen, sonst müsse man einen Abbau der Dienstleistungen überlegen und 150 Stellen streichen. Dies sei kurzfristig aber gar nicht möglich.

Kosten wurden ausgewiesen.

Hehli und die Präsidentin des Bündner Spital- und Heimverbandes, Claudia Kleis, staunen auch über die von Regierungsrätin Barbara Janom Steiner im Grossen Rat genannten Zahlen. Es stimme nicht, dass die Spitäler die gemeinwirtschaftlichen Kosten nie ausgewiesen hätten. Der Geldbedarf sei ausgewiesen und vom Gesundheitsamt bestätigt, so Kleis. (so)

  • Quelle: suedostschweiz.ch
  • Datum: 12.12.2011, 08:00 Uhr
  • Webcode: 1315850

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