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In Schänis darf keine Ikea gebaut werden. Wie viele Schänner versteht Hans Lacher diesen Entscheid nicht. Er hat einen offenen Brief an Bauchef Willi Haag geschrieben. «Ich fühle mich als Bürger nicht ernst genommen», sagt er.
Schänis. – Dicke Post für den St. Galler Bauchef Willi Haag. Dem Schänner Hans Lacher (62) ist ab dem Entscheid, keine Ikea in Schänis zu bewilligen, der Kragen geplatzt. «Machen Sie die Entscheidung rückgängig … wir wollen die Ikea in Schänis», fordert Lacher in einem offenen Brief an Haag.
Man spürt die Wut, die in den 4000 Zeichen stecken, die Lacher an den Regierungsrat geschickt hat. Er kann den Entscheid, keine Einkaufszentren ausser dem Linthpark in Uznach zuzulassen, nicht nachvollziehen. Es sei «eine totale Fehlentscheidung, die von uns nicht akzeptiert werden kann».
Das ganze Dorf ist empört
Lacher und seine Frau Beatrice (59) wohnen seit 25 Jahren im Dorf. Die teilweise harten Worte in seinem offenen Brief täuschen. Der Familienvater mit zwei erwachsenen Söhnen ist kein Querulant und kein Hitzkopf. Er macht einen besonnenen und ruhigen Eindruck.
Die Wut ist auch bereits etwas abgeklungen, als wir Lacher in seinem Haus besuchen. Geblieben ist das Kopfschütteln über eine Regierung, welche die Interessen einer Region nicht ernst nehme. (mal)
09.08.2012 10:21 Uhr
Komentar Herr Zobrist
Guten Tag Herr Zobrist
Recht oder unrecht, dieses Landstück wird früher oder später sowieso überbaut. Ob jetzt mit einer Ikea oder mit sonstigen Wohngebäuden. Falls es Ihnen schon einmal aufgefallen ist, die bevölkerungsmenge in der Schweiz steigt stetig, somit ist es anzunehmen das diese wiese überbaut wird.
die schönen Einkaufstempel wie sie sie nennen sind natürlich stetig mehr. jedoch können sich dort auch die kleinen *lädeli* einmieten. Sie möchten mir ja nicht erzählen dass sie lieber immer 10min. fahren um in ein anderes *lädeli* zu gelangen. Zusätzlich wüsste ich gerne wo das in der Nähe eine Ikea ist? oder ein Möbeldiscount? meines Wissens ist kein solcher vorhanden- ausser man fährt min. 3/4h bis nach Zürich. Sie wollen keine Einkaufstempel, jedoch in Uznach soll ein zweiter Linth park eröffnet werden? komisch, da geht ihre Stellungnahme nicht wirklich auf.
Herr Haag hat über die Wünsche der Bevölkerung hinweg gesehen und seine Meinung vertreten. Es ist wohl klar das dies keine gute Entscheidungsbasis ist.
06.08.2012 09:24 Uhr
Haag hat recht
Muss der letzte Quadratmeter in unserem Land verbetoniert werden?
Wachstum, Wachstum um jeden Preis?
Es hat genug "Einkaufstempel" die jetzt schon nicht rendieren!
Wo bleiben die kleinen Geschäfte, wenn noch mehr "Einkaufstempel" zu uns kommen?
Auch die kleinen Geschäfte bieten der Einheimischen Bevölkerung Arbeitsplätze.
Haag hat richtig gehandelt!