17 Bündner Gemeinden haben in den vergangenen sieben Jahren ihre Polizeiaufgaben an die Kantonspolizei delegiert – mit durchwegs guten Erfahrungen. Muss der Dorfpolizist einer Einheitspolizei weichen?
Chur. – Sieben Jahre ist es her, da entschied sich Poschiavo, den Posten des in Pension gehenden Gemeindepolizisten nicht mehr zu besetzen. Als erste Bündner Gemeinde delegierte sie die gemeindepolizeilichen Aufgaben an die Kantonspolizei. Ein Pilotprojekt, das Schule machen sollte – 17 weitere Gemeinden sind seither dem Puschlaver Beispiel gefolgt, Thusis wird 2013 dazustossen.
Das Abtreten gemeindepolizeilicher Aufgaben an die Kantonspolizei bringt mehrere Vorteile mit sich. Für die Kantonspolizei biete die Übernahme von Gemeindeaufgaben den Vorteil, dass sie zusätzliche Mitarbeiter einstellen könne und damit für allfällige Sondereinsätze besser aufgestellt sei, sagt Mathias Fässler, Sekretär des kantonalen Departements für Justiz, Sicherheit und Gesundheit.
Absicht der Regierung ist klar
Bereits 2008 schrieb die Bündner Regierung im Polizeibericht 2010, ein professionelles Polizeikorps sei «mittelfristig auch im Kanton Graubünden» anzustreben. Davon ausgenommen seien allerdings grössere Gemeinden. (gmd)
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