Costa Rica geht wegen Grenzstreit vor Internationalen Gerichtshof

Im Grenzstreit mit Nicaragua hat Costa Rica den Internationalen Gerichtshof (IGH) in Den Haag angerufen. Das teilte der Aussenminister des mittelamerikanischen Landes, René Castro, am Donnerstag (Ortszeit) in der Hauptstadt San José mit.

Um diesen Flecken Land streiten sich Costa Rica und Nicaragua (Archiv).

Bild: Keystone

San José. – Das Gericht solle eine «nach den internationalen Normen und Verträgen illegitime Situation beenden». Zunächst hatte Nicaragua angekündigt, den IGH anrufen zu wollen.

Costa Rica wirft Nicaragua vor, dass seine Soldaten im vergangenen Monat die Grenze überquert und auf einer Insel ein Lager errichtet hätten. Costa Rica, das seit 1948 keine Armee mehr hat, entsandte zusätzliche Sicherheitskräfte in das Gebiet.

Als Reaktion auf den Konflikt hatte die Organisation Amerikanischer Staaten (OAS) beide Seiten aufgerufen, ihre Sicherheitskräfte aus dem umstrittenen Gebiet abzuziehen und eine Verhandlungslösung zu suchen.

Nicaraguas linksgerichteter Staatschef Daniel Ortega hatte die OAS-Erklärung diese Woche allerdings als das Ergebnis einer «Verschwörung» bezeichnet, mit einem Austritt aus der OAS gedroht und angekündigt, den IGH anzurufen. Am Donnerstag rief die OAS eine Aussenministersitzung am 7. Dezember ein, um den Konflikt zu lösen.

Zwischen Costa Rica und Nicaragua gab es seit dem 19. Jahrhundert immer wieder Grenzkonflikte. Dabei ging es unter anderem um die Schifffahrtsrechte auf dem Grenzfluss Río San Juan, über den Nicaragua die volle Oberhoheit besitzt. Vor etwa einem Jahr hatte der IGH in einer Entscheidung Costa Rica bewaffnete Patrouillen auf dem Grenzfluss untersagt. (sda)

  • Quelle: sda
  • Datum: 19.11.2010, 04:36 Uhr
  • Webcode: 758008
 
 

Gast
The content of this field is kept private and will not be shown publicly.

  • Web page addresses and e-mail addresses turn into links automatically.
  • Allowed HTML tags: <p> <a> <em> <strong> <cite> <code> <ul> <ol> <li> <dl> <dt> <dd>
  • Lines and paragraphs break automatically.
  • Each email address will be obfuscated in a human readable fashion or (if JavaScript is enabled) replaced with a spamproof clickable link.

More information about formatting options

Code:*
Enter your dog's name:
Speichern Vorschau

Sie erklären sich damit einverstanden, unseren Service weder für illegale Zwecke, noch zur Übermittlung von gesetzeswidrigen, belästigenden, beleidigenden, die Privatsphäre anderer verletzenden, missbräuchlichen, bedrohlichen, schädlichen, vulgären, obszönen, verleumderischen, zu beanstandenden oder anderweitig verwerflichen Inhalten oder von Material, welches das geistige Eigentum oder andere Rechte einer Person verletzt oder verletzen könnte, zu benützen. Ihr Kommentar kann auch auf Google und anderen Suchseiten gefunden werden.

suedostschweiz.ch entscheidet über die Veröffentlichung der Beiträge und führt darüber keine Korrespondenz.

Ihre Meinung ist uns wichtig!

Was halten Sie von diesem Artikel? Schreiben Sie in einem Kommentar Ihre Meinung dazu!

neuen Kommentar schreiben...
 

Heute, 19:37 Uhr | 0 Kommentare

Der EU-Sondergipfel in Brüssel hat den polnischen Regierungschef Donald Tusk zum neuen EU-Ratspräsidenten bestimmt. Die italienische Aussenministerin Federica Mogherini soll neue EU-Aussenbeauftragte werden.

mehr...

Heute, 19:17 Uhr | 0 Kommentare

Die Niederlande feiern 200 Jahre Königreich gemeinsam mit ihren Nachbarn. Das Königspaar Willem-Alexander und Máxima empfing zu den Feierlichkeiten in Maastricht die Staatsoberhäupter Belgiens, Deutschlands und Luxemburgs. Die Feier stand auch im Zeichen der Ukraine-Krise.

mehr...

Heute, 19:00 Uhr | 0 Kommentare

Vor 75 Jahren brach der Zweite Weltkrieg aus. Zeitzeugen aus dem Linthgebiet erinnern sich an diese Zeit zurück.

mehr...

Heute, 19:13 Uhr | 0 Kommentare

Rund 1000 Menschen haben sich am Samstag im walisischen Newport an einem Protestmarsch gegen den in der nächsten Woche geplanten NATO-Gipfel beteiligt. Die Vorsitzende der walisischen Grünen, Pippa Bartolotti, warf der NATO Aggression vor.

mehr...

Heute, 18:22 Uhr | 0 Kommentare

Tausende Kämpfer und Hunderte Panzer sind nach Angaben der ukrainischen Führung aus dem Ausland auf ukrainisches Gebiet vorgedrungen. Russland muss mit nochmals verschärften Wirtschaftssanktionen der EU rechnen - als Strafe für die Unterstützung der Aufständischen in der Ostukraine.

mehr...

Weitere Artikel

Community

Multimedia

Top-Deals

Fällt Ihnen das Aufstehen am Morgen schwer? Mit dem stylischen Wecker von Bang & Olufsen werden Sie sanft geweckt
CHF 249.-
CHF 499.-
mehr
Fussballtisch mit integriertem Lautsprecher für MP3
CHF 379.-
CHF 759.-
mehr
Schweizweit bestes Kinofeeling erleben deal.suedostschweiz.ch Kinogutschein
CHF 10.-
CHF 20.-
mehr
Südostschweiz Newmedia AG - Die TYPO3 und Drupal Web-Agentur für Ihre professionelle Website