Bundesräte treffen Kretschmann in Bern

Grosser Bahnhof für Baden-Württembergs Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann in Bern. Vier Bundesratsmitglieder empfingen ihn zum Antrittsbesuch, darunter Bundespräsidentin Eveline Widmer-Schlumpf. Am Steuerabkommen mit Deutschland werde nichts mehr geändert, wurde ihm allerdings klargemacht.

Winfried Kretschmann bei Bundespräsidentin Eveline Widmer-Schlumpf.

Bild: Keystone

Johann Schneider-Ammann (l.) und Winfried Kretschmann.

Bild: Keystone

Der Regierungschef Baden-Württembergs, Winfried Kretschmann (Archiv).

Bild: Keystone

Bern. – Dennoch betonte Kretschmann, der als einziger am Nachmittag vor die Medien trat, die Beziehungen zwischen Baden-Württemberg und der Schweiz seien intensiv und freundschaftlich. Und: Er sei nicht hier, um zu verhandeln.

Verhandlungspartner im Steuerabkommen sind Bern und Berlin - und nicht Stuttgart. Baden-Württemberg kann aber im deutschen Bundesrat mithelfen, das Abkommen zu blockieren.

Kretschmann stört, dass Steuersünder mit dem Inkrafttreten des Steuerabkommens am 1. Januar 2013 genügend Zeit hätten, ihr Geld aus der Schweiz woanders hinzuverschieben, wo es unbehelligt bliebe. Ihm sei von Widmer-Schlumpf versichert worden, diese so genannten Abschleicher würden registriert.

Ob Baden-Württemberg dem Steuerabkommen mit der Schweiz zustimmen werde, sei noch nicht entschieden, sagte Kretschmann, der sich in verschiedenen Medien bisher negativ dazu geäussert hatte. Im Moment tendiere «die Waage zu Nein». Allerdings sei vereinbart worden, dass sich Baden-Württemberg und die Schweiz vor den letzten Weichenstellungen noch einmal austauschen.

Die grün-rote Koalitionsregierung in Baden-Württemberg mit Kretschmann als erstem und einzigem grünen Regierungschef eines Bundeslandes spielt eine wichtige Rolle im Ratifizierungsprozess des von der Bundesregierung in Berlin bereits beschlossenen Abkommens.

Im Fluglärmstreit um die Zahl der Anflüge über Süddeutschland auf Zürich-Kloten habe man sich konkret nicht angenähert, aber man wolle einvernehmlich zu einer Lösung kommen, sagte Kretschmann. Er und Bundesrätin Doris Leuthard hätten einander die Positionen dargelegt.

Deutschland und die Schweiz wollten ursprünglich einmal bis zum Sommer einen Fluglärm-Staatsvertrag aushandeln. Die Verhandlungen gingen nun weiter.

Am Nachmittag traf sich Kretschmann auch mit Bundesrat Didier Burkhalter, der die Schwerpunkte in der Schweizer Aussenpolitik bereits verschoben hat zu Gunsten einer intensiveren Pflege der Nachbarländer.

Das erste Treffen Kretschmanns hatte bereits am Vormittag mit Wirtschaftsminister Johann Schneider-Ammann stattgefunden. Das Resultat: Die Schweiz und Baden-Württemberg wollen ihre Zusammenarbeit bei Bildung, Forschung, Innovation und Entwicklung verstärken. (sda)

  • Quelle: sda
  • Datum: 30.04.2012, 18:45 Uhr
  • Webcode: 2199290
 
 

Gastbeitrag
The content of this field is kept private and will not be shown publicly.

  • Web page addresses and e-mail addresses turn into links automatically.
  • Allowed HTML tags: <p> <a> <em> <strong> <cite> <code> <ul> <ol> <li> <dl> <dt> <dd>
  • Lines and paragraphs break automatically.
  • Each email address will be obfuscated in a human readable fashion or (if JavaScript is enabled) replaced with a spamproof clickable link.

More information about formatting options

Code:*
CAPTCHA
Enter your dog's name:
Speichern Vorschau
Sie erklären sich damit einverstanden, unseren Service weder für illegale Zwecke, noch zur Übermittlung von gesetzeswidrigen, belästigenden, beleidigenden, die Privatsphäre anderer verletzenden, missbräuchlichen, bedrohlichen, schädlichen, vulgären, obszönen, verleumderischen, zu beanstandenden oder anderweitig verwerflichen Inhalten oder von Material, welches das geistige Eigentum oder andere Rechte einer Person verletzt oder verletzen könnte, zu benützen. Ihr Kommentar kann auch auf Google und anderen Suchseiten gefunden werden
Ihre Meinung ist uns wichtig!

Was halten Sie von diesem Artikel? Schreiben Sie in einem Kommentar Ihre Meinung dazu!

neuen Kommentar schreiben...
 

Freitag, 26.09.2014 10:44 Uhr | 0 Kommentare

Der Regierungsrat hat Basilius Scheidegger zum Vorsteher des neu geschaffenen Amtes für Finanzen gewählt. Scheidegger ist zurzeit Sektionsleiter Finanzpolitik und Beteiligungen im Kanton Aargau und Stellvertreter des Abteilungsleiters Finanzen.

mehr...

Heute, 02:08 Uhr | 0 Kommentare

US-Präsident Barack Obama hat den israelischen Regierungschef Benjamin Netanjahu vor einem Glaubwürdigkeitsverlust gewarnt. Grund sind widersprüchlicher Äusserungen Netanjahus zu einer Zwei-Staaten-Lösung im Nahost-Konflikt.

mehr...

Heute, 01:54 Uhr | 0 Kommentare

Wenige Tage vor den Parlaments- und Regionalwahlen in Mexiko ist im Zentrum des Landes erneut ein Kandidat getötet worden. Unbekannte erschossen am Dienstag den Parlamentskandidaten Miguel Ángel Luna Munguía in seinem Wahlkampfbüro im Bundesstaat México.

mehr...

Heute, 00:53 Uhr | 0 Kommentare

Die Rücktrittsankündigung von FIFA-Präsident Joseph Blatter hat die Gäste der SRF-Diskussionssendung «Club» am späten Dienstagabend zu Spekulationen über die Gründe für den Abgang angeregt. Ganz freiwillig dürfte der Entscheid nicht erfolgt sein, lautete der Tenor.

mehr...

Heute, 00:24 Uhr | 0 Kommentare

Mehr als zwei Jahre nach den Enthüllungen des Whistleblowers Edward Snowden hat der US-Kongress eine Reform des Spionagegesetzes für den Geheimdienst NSA verabschiedet. Der Senat stimmte am Dienstag mit 67 zu 32 Stimmen für ein entsprechendes Vorhaben.

mehr...

Alle Artikel

Community

Multimedia

Top-Deals

Entspannen Sie bei zwei Fussreflexzonenmassagen
CHF 75.-
CHF 150.-
mehr
Haarlos und zudem schmerzlos in die Zukunft - Wertgutschein für permanente Haarentfernung mit LASER (kein IPL)
CHF 399.-
CHF 800.-
mehr
Geniessen Sie ein italienisches Abendessen zu Hause - Lieferservice (Region Chur) für 2 Pizzen und 2 Softgetränke nach Wahl
CHF 25.-
CHF 49.-
mehr
Somedia Production