Bündner Asylorganisationen empört über Standorte des Bundes

Die Bündner Asylorganisationen kritisieren die beiden geplanten Asylzentren des Bundes in Sufers und Medel am Lukmanier scharf. Die Unterbringung von Asyl suchenden unter der Erde und abseits der Siedlungen sei entwürdigend und kontraproduktiv.

Die Bündner Asylorganisationen sind empört über Pläne, Asylbewerber am Lukmanierpass unterzubringen.

Bild: Yanik Bürkli

Medel/Sufers. – «Fast sprachlos» sei sie, sagte Daniela Stirnimann-Gemsch, Medienverantwortliche des Vereins Miteinander Valzeina. Die beiden vom Bund geplanten Standorte für Asylzentren in Graubünden seien entwürdigend. Sie gehe davon aus, dass viele der Betroffenen direkt untertauchen würden. Auch Gustav Ott, Präsident des Vereins Hilfe für Asylsuchende Graubünden, spricht für beide Standorte von einer Situation, die «einem Gefängnis nahe kommt».

Wo Militär, da auch Flüchtlinge

Der Bündner Regierungsrat Christian Rathgeb teilt die Bedenken der Asylorganisationen nicht. Er vertraue darauf, dass die Abklärungen des Bundesamts für Migration über die Eignung der beiden Standorte seriös erfolgt sei, so Rathgeb. Zudem sei er der Meinung, dass überall, wo Truppen der Schweizer Armee untergebracht würden, auch Flüchtlinge wohnen könnten. (so)

  • Quelle: suedostschweiz.ch
  • Datum: 24.06.2012, 19:15 Uhr
  • Webcode: 2386386
 
 

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