Beznau soll länger als 50 Jahre am Netz sein

Der Energiekonzern Axpo will bis 2014 rund 700 Millionen Franken in die Sicherheit der beiden Reaktoren des Atomkraftwerkes Beznau in Döttingen AG investieren. Die Reaktoren sollen Dank der dauernden Nachrüstung gemäss Axpo «länger als 50 Jahre» am Netz sein.

Das AKW Beznau im aargauischen Döttingen.

Bild: Keystone

Döttingen AG. – Sicherheit stehe vor Wirtschaftlichkeit, sagte Axpo-Chef Manfred Thumann am Mittwoch an einem Mediengespräch in Döttingen. Es werde nicht passieren, dass das Kernkraftwerk aus Sicherheitsgründen nicht mehr betrieben werden könne.

«Wir werden alles machen, dass die Anlagen länger als 50 Jahre laufen», betonte Thumann. Er wollte keinen genauen Zeitpunkt nennen, wann die Reaktoren abgeschaltet werden sollen.

Der Druckreaktor 1 ist seit 1969 am Netz. In Beznau steht damit das dienstälteste kommerzielle AKW der Welt. Der baugleiche Reaktor 2 ist seit 1972 in Betrieb. Die Leistung der beiden Reaktoren (je 365 Megawatt) sei nie erhöht worden, hielt Thumann fest.

Bis zum Jahr 2014 will der Energiekonzern Axpo rund 700 Millionen Franken in Nachrüstungsprojekte investieren. 500 Millionen Franken kostet die autarke, erdbebensichere Notstromversorgung, wie Urs Weidmann, Leiter Kernkraftwerk Beznau (KKB), ausführte.

Der Ersatz der beiden Reaktordruckdeckel bedingt Investitionen von 100 Millionen Franken. Die Deckel in Beznau seien «vollständig intakt», hielt Weidmann fest.

Grund für das Auswechseln seien die Erfahrungen in anderen Anlagen auf der Welt. Die bereits bestellten Deckel sollen 2014 ersetzt werden.

Bei der laufenden Revision des Reaktors 1 war eine 10 Millimeter lange «Unregelmässigkeit» an einer Schweissnaht im Innern des Reaktordeckels entdeckt worden. Die Schweissnaht wurde verstärkt. Gemäss Axpo besteht deswegen kein Sicherheitsrisiko.

Komplett erneuert werden soll auch das rund 20 Jahre alte Anlage-Informationssystem. Die Kosten betragen 40 Millionen Franken. Hinzu kommen weitere 80 Millionen Franken für verschiedene Projekte. (sda)

  • Quelle: sda
  • Datum: 27.06.2012, 13:55 Uhr
  • Webcode: 2397013
 

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peter Haller

28.06.2012 13:32 Uhr

Nä, die meinen sicher

Nä, die meinen sicher insgesamt 50 Jahre, nicht weitere 50 Jahre, dass kann ich mir nicht vorstellen , also ab heute noch 7 bis 10 Jahre!

Peter P. Odermatt

27.06.2012 14:23 Uhr

Das ist wohl löblich, aber...

...Atomkraftwerke sind wohl heute überflüssig. Dass diese noch einige Jahre bis zu einer Übergangslösung laufen, versteht wohl die Mehrheit der Schweizer. Nicht aber eine neue Lizenz für 50 Jahre.

 

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