Atombehörde IAEA nach Iran-Besuch enttäuscht

Der zweitägige Besuch eines Expertenteams der Internationalen Atomenergiebehörde IAEA hat im Atomstreit mit dem Iran keine Fortschritte gebracht. «Leider konnten wir über keinen einzigen unserer Ansätze Übereinstimmung erzielen», sagte Chefinspektor Herman Nackaerts am Mittwoch in Wien.

Chefinspektor Herman Nackaerts enttäuscht (Archiv).

Bild: Keystone

Der geistliche Führer des Irans, Ajatollah Ali Chamenei, will der IAEA nicht entgegenkommen (Archiv).

Bild: Keystone

Der iranische Präsident Ahmadinedschad beim Besuch einer iranischen Uran-Anreicherungs-Anlage südlich von Teheran (Archiv).

Bild: Keystone

IAEA-Chef Yukiya Amano (Archivbild).

Bild: Keystone

Wien/Teheran. – Das Team habe «in einem konstruktiven Geist» versucht, eine Übereinkunft über das weitere Vorgehen zu erreichen, erklärte Nackaerts nach der Rückkehr der Experten. Das sei nicht gelungen.

Auch sei den IAEA-Vertretern der Zugang zu der Militäranlage Parchin verwehrt worden. Die Behörde vermutet dort eine Kammer für Explosionstests, was auf die Entwicklung von Kernwaffen hinweisen könnte. IAEA-Generaldirektor Yukiya Amano bezeichnete die Weigerung in einer Erklärung als «enttäuschend».

Die Vertreter Teherans zeigten sich dagegen zufrieden. Der iranische IAEA-Gesandte Ali Asghar Soltanieh erklärte laut der Nachrichtenagentur ISNA, die Gespräche seien intensiv gewesen und hätten sich um «Zusammenarbeit und gegenseitiges Verständnis zwischen Iran und der IAEA» gedreht.

Die Gespräche würden fortgesetzt, sagte Soltanieh. «Zu dieser Zeit gibt es keine Übereinstimmung über weitere Diskussionen», erklärte dagegen IAEA-Sprecherin Gill Tudor.

Chamenei weist Vorwürfe zurück

Der geistliche Führer des Irans, Ajatollah Ali Chamenei, bekräftigte das Festhalten der Islamischen Republik an ihrem Atomprogramm. «Nichts, und keine Hürde, kann die Atomarbeit des Irans aufhalten», sagte er bei einem Treffen mit Vertretern der iranischen Atombehörde. Das Programm müsse «entschieden und ernsthaft» vorangetrieben werden, «trotz des Wirbels des Westens».

Chamenei wies den Verdacht, der Iran strebe nach Atomwaffen, scharf zurück. Solche Waffen seien «gegen unseren Glauben», sagte er. «Wir betrachten Atomwaffen als eine grosse Sünde.»

Die internationale Gemeinschaft wisse dies, so Chamenei. Die Atomfrage sei nur ein Vorwand für die Sanktionen gegen den Iran. «Das Hauptproblem ist die Unabhängigkeit und der Widerstand des Iran und dass wir diese Position beibehalten», sagte der Ajatollah. (sda)

  • Quelle: sda
  • Datum: 22.02.2012, 19:10 Uhr
  • Webcode: 1361519
 
 

Gastbeitrag
The content of this field is kept private and will not be shown publicly.

  • Web page addresses and e-mail addresses turn into links automatically.
  • Allowed HTML tags: <p> <a> <em> <strong> <cite> <code> <ul> <ol> <li> <dl> <dt> <dd>
  • Lines and paragraphs break automatically.
  • Each email address will be obfuscated in a human readable fashion or (if JavaScript is enabled) replaced with a spamproof clickable link.

More information about formatting options

Code:*
CAPTCHA
Enter your dog's name:
Speichern Vorschau
Sie erklären sich damit einverstanden, unseren Service weder für illegale Zwecke, noch zur Übermittlung von gesetzeswidrigen, belästigenden, beleidigenden, die Privatsphäre anderer verletzenden, missbräuchlichen, bedrohlichen, schädlichen, vulgären, obszönen, verleumderischen, zu beanstandenden oder anderweitig verwerflichen Inhalten oder von Material, welches das geistige Eigentum oder andere Rechte einer Person verletzt oder verletzen könnte, zu benützen. Ihr Kommentar kann auch auf Google und anderen Suchseiten gefunden werden
Kerzenmacher Boris

22.02.2012 09:37 Uhr

Hat man...

denn mehr erwartet? Der Iran führt die Weltgemeinschaft schon seit Jahren vor, zumindest die Naiven davon. Offenbar können nur noch Israel und die USA verhindern, dass der Iran den ganzen Nahen Osten in Brand setzt bzw. seine Feuerchen, die er bereits entfacht hat, am Brennen hält.
Die Zeit (für den Iran) scheint nun definitiv abgelaufen...

 

Freitag, 26.09.2014 09:44 Uhr | 0 Kommentare

Der Regierungsrat hat Basilius Scheidegger zum Vorsteher des neu geschaffenen Amtes für Finanzen gewählt. Scheidegger ist zurzeit Sektionsleiter Finanzpolitik und Beteiligungen im Kanton Aargau und Stellvertreter des Abteilungsleiters Finanzen.

mehr...

Dienstag, 24.02.2015 20:25 Uhr | 0 Kommentare

Bei einem Doppelanschlag in der irakischen Hauptstadt Bagdad sind mindestens 22 Menschen getötet worden. Zwei Bomben seien in der Hauptstrasse des südöstlichen Aussenbezirks Dschisr Dijala explodiert, teilten die Sicherheitsbehörden am Dienstag mit. 43 Menschen wurden demnach verletzt.

mehr...

Heute, 03:49 Uhr | 0 Kommentare

Die Vereinten Nationen dringen mit ihrer Lebensmittelhilfe praktisch nicht mehr zu den Eingeschlossenen in Syrien durch. Von den 212'000 Belagerten konnte das UNO-Nothilfebüro im Januar nach eigenen Angaben nur 304 Menschen mit Nahrungsmitteln versorgen.

mehr...

Heute, 02:38 Uhr | 0 Kommentare

Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch (HRW) hat den Kurden im Nordirak vorgeworfen, geflohene Araber an der Rückkehr in ihre Heimat zu hindern. Auch viele Araber waren im vergangenen Sommer wegen der Offensive der IS-Dschihadisten geflüchtet.

mehr...

Donnerstag, 26.02.2015 21:23 Uhr | 0 Kommentare

Bei Anschlägen auf Busbahnhöfe in Nigeria sind am Donnerstag mindestens 35 Menschen getötet worden. Mindestens 18 Menschen starben nach Angaben von Augenzeugen, als sich ein Selbstmordattentäter an einem Busbahnhof von Biu im Nordosten des Landes in die Luft sprengte.

mehr...

Alle Artikel

Community

Multimedia

Top-Deals

4 neue Dunlop- oder Goodyear-Sommerreifen der Grösse 205/55-16 W
CHF 300.-
CHF 600.-
mehr
Gönnen Sie sich ein sauberes Auto für den Frühlingsstart!
CHF 99.-
CHF 200.-
mehr
Geniessen Sie zu zweit ein Cordonbleu-Menu im Zunfthaus Rebleuten in Chur
CHF 63.-
CHF 125.-
mehr
Somedia Production