Aktuelle Koalitionsregierung im Fürstentum fällt auseinander

In der fünfköpfigen Liechtensteiner Regierung ist ein weiterer Abgang bekannt geworden: Vize-Regierungschef Martin Meyer kandidiert nach den Parlamentswahlen im nächsten Jahr nicht mehr für eine weitere Amtsperiode als Regierungsmitglied.

Regierungschef-Stellvertreter Martin Meyer stellt sich nicht mehr für ein Regierungsmandat zur Verfügung.

Vaduz. – Er habe sich für eine Neuorientierung entschieden, erklärte der 40-jährige Martin Meyer, Wirtschafts-, Bau- und Verkehrsminister, am Montag in Vaduz. Nach bald acht Jahren in der Regierung und insgesamt über zehn in der öffentlichen Verwaltung sei der Zeitpunkt für eine berufliche Veränderung gekommen. Meyer kündigte an, er wolle in die Privatwirtschaft zurückkehren.

Auch der Chef geht von Bord

Von der aktuellen fünfköpfigen Koalitionsregierung zwischen der Vaterländischen Union (VU) und der Fortschrittlichen Bürgerpartei (FBP) wird somit nur gerade Meyers Parteikollegin, Aussenministerin Aurelia Frick, wieder für einen Regierungssitz kandidieren. Sie strebe aber das Amt als Regierungschefin nicht an, betonte Frick.

Bereits im Mai den Verzicht auf eine weitere Kandidatur mitgeteilt haben die drei VU-Regierungsmitglieder: Regierungschef Klaus Tschütscher, Regierungsrat Hugo Quaderer und Regierungsrätin Renate Müssner.

Parlamentswahlen am 3. Februar 2013

In Liechtenstein steht die Politik bereits im Zeichen der Parlamentswahlen, die am 3. Februar 2013 stattfinden. Die Regierung wird anschliessend vom neu zusammengesetzten Landtag gewählt.

Kommt es erneut zu einer Koalition von VU und FBP kann jene Partei, welche die Parlamentswahlen gewonnen hat, den Regierungschef und zwei Mitglieder stellen, die schwächere der beiden grossen Parteien den Vize-Regierungschef und ein Regierungsmitglied. (sda)

  • Quelle: suedostschweiz.ch
  • Datum: 20.08.2012, 19:50 Uhr
  • Webcode: 2605281
 

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