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Geht es schon wieder einer Davoser Party-Hochburg an den Kragen?

Die Zeiten als Konzertlokal sind für die schweizweit bekannte Davoser «Ex»-Bar wohl vorbei.

Hier dürften künftig wohl keine Konzerte mehr stattfinden. Bild David Henderson

Dem kunterbunten Davoser Nachtleben geht es an den Kragen. Das beliebte Après-Ski-Lokal «Bolgen Plaza» muss per Bundesgerichtsentscheid um 19 Uhr schliessen, und nun hat es auch die legendäre «Ex»-Bar erwischt. Sie gilt seit 52 Jahren als die Davoser Partyinstitution und hat sich auch einen Namen als Konzertlokal gemacht. Bands werden nun keine mehr auftreten. Der Grund: ein Streit um die Musiklautstärke.

Nachbarn fühlen sich gestört

Nachbarn, die im Gebäudekomplex der «Ex»-Bar Wohnungen besitzen, fühlen sich von der im Betrieb abgespielten Musik gestört. Ihnen ist es zu laut. Die Gemeinde Davos hat Lärmwerte festgelegt, der Fall beschäftigt das Bündner Verwaltungsgericht. Es sei schwer vorstellbar, dass man mit diesen Lärmverordnungen noch Konzerte durchführen könne, sagt der Rechtskonsulent der Gemeinde Davos.

Eigentümer wollen sich für Lokal einsetzen

Die Davoser «Ex»-Bar gehört Hanspeter und Pierrette Weller. Sie haben früher selber dort gewirtet. Pierrette Weller betont, dass Gerüchte, wonach das Lokal geschlossen werden soll, nicht stimmen. Sie würden die «Ex»-Bar nach den üblichen Betriebsferien am 15. Juni zusammen mit einer Geschäftsführung wieder eröffnen. Dass in der «Ex»- Bar keine Konzerte mehr durchgeführt werden können sollen, bezeichnet Pierrette Weller als «himmeltraurig für ganz Davos allgemein».

Im Winter habe man seit einigen Jahren keine Konzerte mehr veranstaltet, aber im Sommer und Herbst. «Wir wollten etwas bieten», sagt sie und erinnert an Konzerte mit Bands wie Span, Dusty Boots, aber auch an die legendären Auftritte von Polo Hofer oder Toni Vescoli. «Wir haben uns immer so darauf gefreut, wenn wieder eine tolle Liveband auftritt, es ist zum Heulen», sagt eine konsternierte Pierrette Weller.

Dass in der «Ex»-Bar keine Konzerte mehr stattfinden sollen, habe sich in der Schweizer Musikszene bereits herumgesprochen. «Man kennt die ‹Ex›-Bar», sagt Pierrette Weller dazu. Sie und ihr Mann wollen die Flinte aber noch nicht ins Korn werfen und die Tradition der Konzerte einfach beenden. Man werde das Gespräch mit den Wohnungseigentümern suchen und habe auch ein Treffen mit den Zuständigen bei der Gemeinde Davos vereinbart. Sie hoffe, dass man ein Partylokal bleiben könne und zwei- oder dreimal im Jahr an Wochenenden Konzerte veranstalten dürfe. So etwa auch während des alljährlichen Davoser Jazzfestivals.

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Wolfgang Reuss

Sa 15.04.2017 - 12:00

Sie schreiben:
"Nachbarn, die im Gebäudekomplex der «Ex»-Bar Wohnungen besitzen, fühlen sich von der im Betrieb abgespielten Musik gestört. Ihnen ist es zu laut.
Die Davoser «Ex»-Bar gehört Hanspeter und Pierrette Weller. Dass in der «Ex»- Bar keine Konzerte mehr durchgeführt werden können sollen, bezeichnet Pierrette Weller als «himmeltraurig für ganz Davos allgemein». (...)es ist zum Heulen», sagt eine konsternierte Pierrette Weller. Sie und ihr Mann wollen die Flinte aber noch nicht ins Korn werfen (...)"
Meine Meinung:
1) Ich finde es himmeltraurig, dass die SO-Berichterstattung - einseitig statt ausgewogen, wie sie gemäss Journalismuskodex sein sollte - für mich deutlich lesbar für die Rambazambas Partei ergreift.
2) Dass sich die massgebliche Politik in Davos seit langem FÜR Lärm jeglicher Art und GEGEN verkehrsfreie Räume (wie sie verdienstvollerweise vom Grossen Landrat Christian Stricker angeregt wurden am Beispiel Dischma-/Sertigtal, aber leider gebodigt von Unvisionären), macht mir diesen Ort sehr unsympatisch.
Sie schreiben:
"Nachbarn, die im Gebäudekomplex der «Ex»-Bar Wohnungen besitzen, fühlen sich von der im Betrieb abgespielten Musik gestört. Ihnen ist es zu laut.
Die Davoser «Ex»-Bar gehört Hanspeter und Pierrette Weller. Dass in der «Ex»- Bar keine Konzerte mehr durchgeführt werden können sollen, bezeichnet Pierrette Weller als «himmeltraurig für ganz Davos allgemein». (...)es ist zum Heulen», sagt eine konsternierte Pierrette Weller. Sie und ihr Mann wollen die Flinte aber noch nicht ins Korn werfen (...)"
Meine Meinung:
1) Ich finde es himmeltraurig, dass die SO-Berichterstattung - einseitig statt ausgewogen, wie sie gemäss Journalismuskodex sein sollte - für die Rambazambas Partei ergreift.
2) Dass sich die massgebliche Politik in Davos seit langem FÜR Lärm jeglicher Art und GEGEN verkehrsfreie Räume (wie sie verdienstvollerweise vom Grossen Landrat Christian Stricker angeregt wurden am Beispiel Dischma-/Sertigtal, aber leider gebodigt von Unvisionären), macht mir Davos äusserst unsympatisch.
3) Die Beispiele a) Bolgenplaza (wo Lärmklagen bereits anno 2002 erfolgten - ein sehr langes Leiden der Anwohner bis zum Bundesgerichtsurteil 2016 - und wo nun "bis 19 Uhr dennoch viele Stunden gelärmt werden darf") und b) der kurz darauf "in Sicht- (bzw. Hör-Weite (!) aufgestellten "Festhütte" auf dem Bergbahn-Parkplatz (dort wieder quasi "around the clock") sowie c) jetzt die "Ex-Bar" illustrieren für mich ein Grundproblem: Das, was sich der Durchschnittsbürger unter "Zonen-Einteilung" vorstellt ("Wohn"-Zone, "Industrie"-Zone etc.) nenne ich einen schlechten Witz bzw. Fata Morgana, denn was Sie nur mit Riesenaufwand bzw. gar nicht durchsetzen können (oder bereits im Gesetz selbst ungenügend ist), was nützt das als "toter Buchstabe" auf teurem Papier? Zero, null und nichts, finde ich. Beispiel Brigels, dieser "Ferien-Destination" (hahaha!), wo gepeinigte Anwohner den Weg bis vors Bundesgericht gingen, das stelle ich mir als Mühsal vor: finanziell und die ganze lange Zeit dauern die beklagten Missstände aber an, und ob man am Schluss sein Ziel erreicht ist nicht mal sicher.
4) Siehe Kommentare:
http://www.suedostschweiz.ch/wirtschaft/2015-11-20/graubunden-setzt-auf…
http://www.aefu.ch/index.php?id=4468
"Lärm bedeutete bei unseren Vorfahren 'Gefahr!' und ist daher in unseren Genen als ALARM (all'arme!‘ 'Zu den Waffen!') gespeichert. Deshalb ist aus medizinischer Sicht eine Gewöhnung an Lärm nicht möglich." Dr. Hans Göschke, Aerzte für Umweltschutz, Oberwil"
Und:
http://www.umwelt-graubuenden.ch/vbu/mitglieder/organisationen/aerztinn…
5.) Regierungsrat Parolini wies GRF mindestens seit 2016 an, Kundenwünsche zu erfüllen, am GRF-Neujahrsapéro maximierte er seine Anweisung: "Parolini erwartet BEDINGUNGSLOSE AUSRICHTUNG auf KUNDENBEDÜRFNISSE" (SO 4.1.2017 Seite 3).
Mein Bedürfnis wurde NICHT erfüllt – und offenbar ist es der Wunsch vieler Menschen!
Beispiel: "Wahlfreiheit" 301 Likes:
http://v3.suedostschweiz.ch/politik/tinizong-will-sich-sexy-machen
Kommentar:
http://www.suedostschweiz.ch/leserbriefe/2017-01-15/ja-olympia-gr-2026-…
6.)
SO 23.1.2017 Titelseite: GRF-Bergamin "verspricht" Reklamierern quasi beruhigend, die sich wegen Tiroler-Tourismus-Werbung an der Ski-WM-St. Moritz "Sorgen machen": "Wir sind dort, wo die Athleten/Fans/Medien sein werden, dort wird RAMBAZAMBA sein".
Ja meine Güte, mit Mallorcas Ballermann und Österreichs DJ Ötzi (auch "Mumie vom Similaun" u. ä. genannt) wollen wir konkurrieren bzw. Jahrmarkt-Kirmes-Fasnacht-Stress around the year":
https://www.suedostschweiz.ch/leserbriefe/2016-10-21/oktoberfest-chur
GR: Diese UNkulturförderung, die "Events"-Missstrategie inkl. Bolgenplazablase sind es in meinen Augen, die zum Niedergang führen, zur "Naturbrache", wie es Regierungsrat Parolini in der SO 23.1.2017 nennt, womit er aber wohl nur Angst machen und so für Olympia pushen will, denn von "Potenzialarmen Räumen" bzw. "Tälerentvölkerung" redet man ja schon seit x-Jahren oder Jahrzehnten, was man aber sieht sind nonstop unverschämte Preise nicht nur in Davos: In einem der "angeblichen " Täler ist momentan in einem "etwas umgebauten" Maiensäss die unterste Wohnung (eher eine halbe Kellerwohnung) mit dem "Luxuskomfort" Holzfeuerung (und vermutlich Schlottern) für sagenhaft schlappe Fr. 2240.- pro Monat zu mieten:
7.) Was Lärm und Abgase quasi ubiquitär ausweiten würde: Die Standesinitiative von Grossrat Remo Crameri:
https://www.gr.ch/DE/institutionen/parlament/PV/Seiten/20151209Crameri1…
Meine Meinung:
a) Bereits die heutige Gesetzespraxis ist lasch (gemäss Beobachter erodiert der Landschaftsschutz seit Jahren immer mehr mit unzähligen "Ausnahmeregelungen".
b) die Antwort der GR-Regierung finde ich viel zu partikularinteressenfreundlich – so wie ich auch die Haltung der Regierung betreffend Olympia 2026 äusserst schlecht fand: Ein paar Wenige machen den "grossen Goldrausch" und die Allgemeinheit hätte die Nachteile zu (er)tragen.
8.) Hier nochmals mein Vorschlag, der alle glücklich machen würde:
Fraktionierung/Melioration: Strikte Trennung in Gebiete für:
1) Stille-Benötigende (Oasen/Refugien für ungepeinigtes Leben insbesondere für eh Chronischkranke: vergleiche SBB-Ruheabteile und Spitalintensivstation-Ruhegebot und meinen Leserbrief im Ktipp: "Auf Grabsteinen steht 'Ruhe in Frieden' - warum nicht bereits zu Lebzeiten?")
2) Lärmenthusiasten (Radau ohne Limits durch Reklamierer, behindernde Polizeistunden etc.)

gian duri calonder

Sa 15.04.2017 - 09:42

Warum? kann man nicht einfach ein Hotel draus machen und das an die betrunkenen gäste vermieten, wenn sie nicht mehr nach hause können, die juckts nicht....

Walter Grämer

Sa 15.04.2017 - 07:57

Man geht doch nicht mit den Hühnern um 19 00h ins Bett.Ich 75war vorgestern mit meiner Frau im Ausgang .Super Stimmung Musik mit Pepi Hug and the Firewalls im Rössli in Benken St.Gallen.Es gibt nur ein Motto :Man lebt nur einmal.Ich hoffe das dasDavoser Publikum sich das nicht gefallen lässt.Lats go Rock and Roll lats go Party.

Wolfgang Reuss

So 16.04.2017 - 22:51

Mein Gott Walter! - Grämen Sie sich nicht:
Es gibt sehr wohl Menschen, die so naturgemäss leben, dass Sie mit den Naturtieren Hühnern zur selben Zeit ins Bett gehen. Zudem gibt es nicht wenige Chronischkranke in der Schweiz (gemäss Beobachter-Titelstory ein Viertel der Bevölkerung, Tendenz steigend) - und dafür dass Sie überhaupt 75 wurden (lesen Sie mal die Todesanzeigen, wie viele früher gehen müssen, davon nicht wenige infolge chronischem Stress und all seinen Folgeimplikationen gestorben) und zudem gesund, dafür sollten Sie demütig dankbar sein statt lärmrücksichtslos gegen jene, denen das Schicksal weniger gnädig war.
Zudem benötigt der Mensch RUHE, auch wenn er nicht ins Bett geht: Einfach SEIN dürfen (falls Ihnen das überhaupt ein Begriff ist).
Die Lösung für ALLE (für naturgemäss Stillebedürftige, weil so die Natur seit jeher war, und für Lärmenthusiasten, die aus welchem Gründen auch immer diese "Unruhe" treibt) wäre sehr einfach:
Strikte Trennung in Lärm- (yeah, dort können alle die Sa... rauslassen around the clock) und Stillewohn-Gebiete.
Denn mit den bisherigen Zuständen sind beide Gruppen nicht glücklich.

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