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Olympia-Gegner haben «falschen» Abstimmungsflyer

Am Dienstag hat die Bündner Regierung für eine Überraschung gesorgt. Sie hat das Dossier zur Bündner Olympiakandidatur veröffentlicht. Ein Schritt den die olympia-kritische SP begrüsst. Gleichzeitig hat sie aber ein Problem.

Hier stimmen drei Wörter nicht mehr. Screenshot Flyer

Gemäss einem Bericht des Regionaljournals Graubünden sind die Abstimmungsflyer nun falsch. Auf den Unterlagen würde nämlich kritisiert, dass die Regierung das Konzept geheim behalten wolle. Diese Kritik stimmt seit Dienstag nun nicht mehr.

Gemäss SP-Präsident Philipp Wilhelm kommt ein erneutes Drucken der Unterlagen nicht in Frage. Herstellung und Druck haben rund 5000 Franken gekostet. «Unser geplantes Budget von rund 95’000 Franken hat keinen Spielraum, der letzte Franken ist verplant, die Aufträge laufen. Wenn nicht in kurzer Zeit ein organisatorisches und finanzielles Wunder geschieht, ist es für uns schlicht nicht möglich, die Unterlagen neu zu produzieren. Wir sind eine kleine Kampagnengruppe und finanzieren unsere Aktivitäten neben Verbandsbeiträgen vor allem mit Spenden.»

Wilhelm betont jedoch auch, dass der «Fehler» nicht so tragisch sei, schliesslich handle es sich lediglich um drei Wörter (siehe Bild oben). «Dass das Konzept nun doch öffentlich wurde, konnten wir nicht erahnen. Die zuständige Kommission im Grossen Rat das Dossier gegen den Antrag des SP-Kommissionsmitglieds Peter Peyer für geheim erklärte bis etwa Mitte März. Mit der Berichterstattung über die überraschende Veröffentlichung sind die Bürgerinnen und Bürger im Bild und wissen Bescheid.»

Druck aus der Bevölkerung

Das Dossier wurde öffentlich gemacht, weil zwei Gesuche aufgrund des Öffentlichkeitsgesetzes eingegangen sind und die Öffentlichkeit nach der Einreichung und vor der Grundsatzabstimmung vom 12. Februar ein Anrecht auf weitere Details hat, sagte Parolini am Dienstag vor den Medien.

Die Veröffentlichung hat tatsächlich neue Informationen ans Licht gebracht. Neu ist nämlich auch die Zusammenarbeit mit dem Cluster «Obersee» ein Thema. Demnach sollen in Rapperswil-Jona Siegerzeremonien aller Sportarten stattfinden, die in diesem Cluster ausgetragen würden. Im alten Stadtteil könnte zudem eine attraktive Medal Plaza gestaltet werden. Die Stadt habe bereits Interesse an der Kandidatur Graubünden bestätigt und würde die Eishalle zur Verfügung stellen.

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Walter Grämer

Fr 13.01.2017 - 08:46

Ich frage mich ?was soll das diese Zwängerei es wurde ja abgelehnt .Die gleiche Zwängerei wie bei der MEI.Vermutlich ist es Mode geworden ,ein Abstimmungsresultat nicht hinzunehmen.

Jean-Marie ZOGG

Do 12.01.2017 - 16:21

Ursache und Wirkung
Dank dem Flyer und der Erwähnung "des geheimen Grobkonzept" wurde gehandelt! Wenn die Regierung die Spielregel während dem Abstimmungskampf ändert, gib es keinen Grund der SP einen Vorwurf zu machen. Das Grobkonzept hätte schon von Anfang publiziert werden können.

Wolfgang Reuss

Do 12.01.2017 - 13:59

Misst die Südostschweiz mit zweierlei Ellen?
1) Dass die vom Steuerzahler "zwangsbezahlte" Vorvorstudie für feudale unsportliche 250 Franken Stundenlohn die längste Zeit als geheim deklariert wurde und man natürlich davon ausgehen konnte, dass das so bleibt, ist doch verständlich - deshalb ist die SP doch nicht wirklich kritisierbar.
2) Warum berichtet die SO nicht über den wirklich "dicken Hund"? In der unsäglichen SVP-liken "Gewerbezeitung"-Werbegazette "an alle Haushalte" wird SP-Ständerat Hans Stöckli quasi als USR III-Fan dargestellt mit grossem Portraitfoto.
Das Gegenteil stimmt. Merke: Wir werden in die US-Misskultur hineinge"trampt" von unseren eigenen Mächtigen. Leisten wir Widerstand wie Bergbauer Tell und die Rütli-Eidgenossen!

Emil Huber

Mi 11.01.2017 - 18:25

Zur Entscheidungshilfe die Bündner Finanzdirektorin sagte Dez. 2015 folgendes :
"Barbara Janom Steiner: Es wird schmerzhafte Einschnitte erfordern
Ein Entlastungsprogramm ab 2018, höhere Kantonssteuern, Leistungskürzungen, Abbau von staatlichen Aufgaben: Legt der Grosse Rat keine höhere Ausgabendisziplin an den Tag, will Finanzdirektorin Barbara Janom Steiner aufs Ganze gehen.
Die Bündner Finanzdirektorin Barbara Janom Steiner rechnet damit, dass sie in den nächsten Jahren ein Sparpaket schnüren muss, um die Finanzen in den Griff zu bekommen – ansonsten droht dem Kanton ein Loch von einer guten Milliarde Franken. Auch eine Steuererhöhung schliesst sie nicht aus."
Quelle: Südostschweiz Ausgabe Graubünden 14.12.2015 - 18:17 Uhr
Angesichts dieser Aussichten ist es absolut nicht angebracht wieder Millionen Steuergelder für eine Olympiade auszugeben. Zudem hat der Stimmbürger eine Olympiade in GR schon vor drei Jahren bereits abgelehnt.

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