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Knall in Splügen

Die Bergbahnen Splügen-Tambo brauchen neue Verwaltungsräte und einen neuen Geschäftsleiter. «Schuld» ist offenbar die Standortgemeinde Splügen. Die Vorwürfe an sie sind happig.

Hier verstehen sich «zwei» nicht - die Bergbahnen Splügen-Tambo und die Gemeinde Splügen haben einen Knatsch. Archivbild

Fehlendes Vertrauen, fehlende Unterstützung und unterschiedliche Auffassungen bezüglich Aufgaben, Kompetenzen und Verantwortung - genau diese Punkte haben den Verwaltungsratspräsidenten der Bergbahnen Splügen-Tambo Silvio Catrina und die Verwaltungsräte Gion-Andri Decurtins und Richard Hänzi zur sofortigen Niederlegung ihrer Ämter bewegt. Auch Geschäftsleiter Andrea Camastral geht nach 16 Jahren per Ende November.

Wem die Vorwürfe gelten? Der Gemeinde Splügen! Diese soll nicht hinter der Umsetzung der Strategie 2025 der Bergbahnen stehen und dem Verwaltungsrat kein Vertrauen schenken. Die Verantwortlichen wollten den Bergbahnen, welche einen schwierigen Winter 2015/16 hatten, mit der neuen Strategie wieder Schwung verleihen. Die Strategie der Bergbahnen umfasst im Wesentlichen drei Punkte:

  1. Verbesserung der finanziellen Situation (unter anderem Auslagerung der Beschneiung)
  2. Steigerung der Auslastung (unter anderem Kooperation San Bernardino)
  3. Identifikation schaffen und Kooperieren (unter anderem Kommunikation im Tal)

Seit Herbst 2016 ist diese Strategie in der Umsetzung und eine Aktienkapitalerhöhung war in Planung. Bis Mitte Dezember 2016 stimmten acht von total zwölf beteiligten Gemeinden der Talschaften Schams und Rheinwald einer Beteiligung der Erhöhung zu. Am 16. Dezember war dann eigentlich die Gemeinde Splügen an der Reihe.

Nicht informiert

Gemäss der Mitteilung der Bergbahnen wurde bei der Versammlung vom Vorstand beantragt, dass das entsprechende Traktandum verschoben wird. Zudem wurde ein Treuhänder eingeladen, der über die finanzielle Situation der Bergbahnen referierte. Dies ohne Wissen der Bergbahnen.

Die Gemeinde beschloss bei der Versammlung jedoch, dass eine Arbeitsgruppe den Verwaltungsrat bei den Verhandlungen mit Fremdkapitalgebern künftig begleiten sollte.

Damit aber nicht genug. Vertreter der politischen Behörden des Rheinwalds hätten sich diesen Herbst ohne Wissen des Verwaltungsrates mit unbekannten Investoren getroffen. Dabei soll es um eine allfällige Beteiligung an den Bergbahnen gegangen sein. «Die Gemeindevertreter griffen, trotz wiederholten Hinweisen des Verwaltungsrates, so immer wieder in die Kompetenzen der strategischen Unternehmensführung ein», heisst es im Schreiben weiter.

Ein Zweifel zu viel

Das Fass zum Überlaufen brachte nun jedoch der Splügner Gemeindevorstand. Dieser hat offenbar am Dienstag entschieden, dass die Beteiligung an der Aktienkapitalerhöhung bis Mitte Januar nicht an einer ausserordentlichen Gemeindeversammlung behandelt werden soll. Die Konsequenz ist bekannt: Catrina, Decurtins, Hänzi und Camastral gehen.

 

 

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LlUzi Michael

Do 12.01.2017 - 10:04

Als Steuerzahler in der Gem.Spluegen bin ich sehr enteuscht.haben sie alle ein Brett vor dem Gesicht

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