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Aus Italien via Graubünden nach Uri

Der Bär, der vergangene Woche im Kanton Uri einen Bienenstand geplündert hat, war früher auch in Graubünden unterwegs. Jedoch unauffällig.

Bärenspuren in Zernez. Archivbild

Am vergangenen Montag meldete ein Urner Imker einen Schaden an einem seiner Bienenstände. Das Urner Amt für Forst und Jagd verbreitete die Meldung am Mittwoch. Der Schaden dürfte von einem Bären stammen. In der Region waren bereits vor drei Wochen Bärenspuren angetroffen worden.

Beim Bären dürfte es sich um jenes Tier handeln, das sich vermutlich seit Mitte 2016 im Kanton Uri aufhält. Zuvor war das wahrscheinlich aus Italien stammende Tier mehrfach in Graubünden festgestellt worden, so Georg Brosi auf Anfrage. Via Rheinwald, Thusis und Trun gelangte es via Hochybrig im Kanton Schwyz in den Kanton Uri. Dort gibt es gegen 20 Nachweise, so der Bündner Jagdinspektor weiter.

Winterschlaf nicht in Graubünden

Nicht bekannt ist, wo das Tier den Winter verbrachte. Diese Orte würden meist erst im Frühling aufgrund von Spuren gefunden, so Brosi weiter. Er glaubt aber nicht, dass das Tier in Graubünden überwintert hat.

Für Graubünden dränge sich vorerst kein Handlungsbedarf auf. «Im Münstertal, im Unterengadin und im Puschlav gibt es meist schon früher im Frühling erste Beobachtungen. Daher bin ich überrascht, dass wir bisher noch nichts von einem Bären gehört haben», so Brosi.

Drei Bären im vergangenen Jahr

2016 wurde Graubünden vermutlich von drei Bären besucht. Der bereits im Februar im Val Müstair aufgetauchte M32 verschob sich anschliessend ins Unterengadin. Dort wurde er bei einem Zusammenstoss mit einem Zug tödlich verletzt. Ein zweiter Bär machte sich im April im Oberengadin und im Puschlav bemerkbar. Ein dritter Bär wanderte Ende April via Rheinwald nach Thusis. Es dürfte sich dabei um das gleiche Individuum handeln, das sich anschliessend über Trun in die Innerschweiz verschob und bis im Spätherbst im Kanton Uri wiederholt registriert wurde. (phw)

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