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Tigermücke rückt nach Graubünden vor

In Graubünden sind im vergangenen Jahr 15 Eier von Tigermücken nachgewiesen worden. Nun wird das Monitoring ausgeweitet und die Bevölkerung sensibilisiert.

Eine Tigermücke, wie sie jetzt auch in Graubünden nachgewiesen wurde. Pressebild

Die Tigermücke ist eine invasive, gebietsfremde Mückenart und steht, neben der Lästigkeit durch die unangenehmen Mückenstiche, vor allem als potentielle Überträgerin von tropischen Infektionskrankheiten im Fokus. Da die gebietsfremden Tigermücken milde Klimabedingungen bevorzugen und oft als blinde Passagiere in Fahrzeugen verschleppt werden, hat das Amt für Natur und Umwelt mit einem Tigermückenmonitoring begonnen.

Diese Untersuchungen sind angelehnt an die entsprechenden Aktivitäten, welche der Kanton Tessin seit dem Jahr 2000 unternimmt. Das Bündner Monitoring konzentrierte sich auf das südliche Misox und auf die Raststätten entlang der Verkehrsachse A13.

Nun liegen erste Befunde vor: In 15 der 100 aufgestellten Eierfallen konnten Tigermückeneier nachgewiesen werden. Dies in den Gemeinden San Vittore, Roveredo und Grono sowie an den Autobahnraststätten Thusis und Heidiland.

Ein Video zeigt, wie Zivildienstleistende Tigermückenfallen kontrollieren, anschliessend ein Labor im Tessin die Proben analysiert und wie das Amt erste Massnahmen einleitet:

Allerdings waren die Funde eher zufällig und traten mit wenigen Ausnahmen nur bei einer von acht Probenrunden auf. Für die Beurteilung der Tigermückenpopulationen werden die Untersuchungen im laufenden Jahr fortgeführt. Vor allem mit Beprobungen im Frühjahr ist festzustellen, ob eine allfällige Tigermückenpopulation die Wintersaison überdauert hat, schreibt das Amt für Natur und Umwelt.

Zudem ist vorgesehen, das Untersuchungsgebiet im unteren Misox noch etwas gegen Norden auszudehnen und orientierende Beprobungen im unteren Puschlav (Brusio) und im unteren Bergell sowie im Churer Rheintal vorzunehmen.

Präventionsmassnahmen der Bevölkerung

Für die Bevölkerung in den betroffenen Gebieten ist es wichtig zu wissen, dass die Tigermücken ihre Brutstätten in kleinen Ansammlungen mit stehendem Wasser haben. Daraus ergibt sich auch eine erste und einfache Schutzmassnahme: Die Einwohner werden gebeten solche kleinen Wasseransammlungen wie Blumenvasen im Freien, Topfuntersetzer, Kinderspielzeug, Vogeltränken oder Abfallbehälter regelmässig trockenzulegen. (so)

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