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Wie viel blutt geht in Graubünden?

Darf Frau oben ohne in die Badi? Dürfen Frau und Mann nackt in einen Bergsee oder in einen Fluss hüpfen? Letzteres ist im Kanton Genf erst seit dieser Woche offiziell erlaubt. In Graubünden sind die Topless-Regeln sehr viel lockerer.

Graubünden kennt kein Verbot, wenn es um Nacktheit geht. Symbolbild Pixabay/Pexels

Eins vorweg: Verboten ist den Bündnerinnen und Bündner in dieser Beziehung gar nichts. Ob nackt in der Badi, nackt am Fluss, nackt am See, nackt auf dem Balkon – alles ist erlaubt. Mit Einschränkungen selbstverständlich. Erlaubt sei nur alles, so lange mit der Nacktheit nicht bewusst provoziert werde, erklärt Anita Senti, Mediensprecherin von der Kantonspolizei Graubünden. «Sexuelle Belästigung oder der Vorsatz einer sexuellen Handlung darf nicht gegeben sein.»

Sitte und Anstand

Ein Gesetz, welches unanständiges Benehmen in der Öffentlichkeit verbietet, gibt es im Unterschied zum veralteten Genfer Oben ohne-Verbot in fast allen Kantonen. Und seit dem Bundesgerichtsurteil zu den Nacktwanderern steht auch fest: Nacktwandern wird als grobe Verletzung von Sitte und Anstand qualifiziert.

In einem gesunden Rahmen

Zurück zu den halb nackten Wasserratten. Dürfen Frauen oben ohne in die Churer Badis Obere Au und Sand? «Oben ohne ist grundsätzlich nicht verboten und wird von uns geduldet», sagt Markus Giger, Leiter Sportanlagen der Stadt Chur. «Natürlich immer in einem ‹gesunden› Rahmen …»

Von den Churer Schwimmbädern zum Caumasee in Flims. Eine Anfrage bei der Gemeinde betreffend fehlendem Bikinioberteil ergibt Folgendes: «Die Gemeinde Flims kennt kein Gesetz, das Oben-ohne -schwimmen oder in der Sonne liegen verbietet», sagt der Flimser Gemeindeschreiber Martin Kuratli. «Obenohne kommt aber selten vor.» (hap)

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Emmy Müller

Sa 08.04.2017 - 07:37

Ist ja schön und gut, solange man selber weiss, wo die Grenzen sind. Man muss auch daran denken, dass die Mitmenschen einen so ansehen müssen, wenn man das da tut, wo andere nicht ausweichen können.

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