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Glarner Heime sind günstig – auf dem Buckel der Pflegenden

Kein Wunder, sind die Glarner Alters- und Pflegeheime billiger als jene anderswo. Doch den Preis, den die Bewohner und der Staat nicht zahlen, zahlen die Angestellten. Die Alarmzeichen stehen auf rot.

Hohe Last – tiefer Lohn: Eine Pflegerin wendet sich einer Altersheimbewohnerin zu. Bild Olivia Item

Ein Genfer im Pflegeheim kostet soviel wie zwei Glarner, sagen die Statistiker des Bundes. Natürlich gibt es für diesen grossen Unterschied Erklärungen. Aber: Die Glarner Heime haben bei vergleichbarer Pflegebedürftigkeit der Bewohner rund 20 Prozent weniger Personal als der Schweizer Schnitt. Noch wichtiger ist aber folgende Zahl, wie Thomas Hensel von der Gewerkschaft VPOD betont: Pro 1000 tatsächliche, berechnete Pflegetage hat der Kanton Glarus 40 Prozent weniger Personal mit Pflegeausbildung als im Schweizer Durchschnitt. «Glarus liegt damit am Schluss», sagt Hensel.

Konsequenz: Viele resignieren

Aufgrund dieser Zahlen ist laut Hensel anzunehmen: Die Glarner Pflegenden sind überlastet. Die Konsequenz ist, dass viele Glarner Pflegenden weg wollen aus ihrem Beruf.

Eigentlich brennt es

«Es brennt extrem», kommentiert Hensel die Personalsituation: «Die Lage der Pflegenden stimmt nicht mehr, da kann man Bewohner und Personal fragen. Und es bleibt nicht so viel Zeit, die Probleme anzugehen.» Über die Lösung liegen sich der Kanton Glarus und die Heime in den Haaren. Der Kanton sieht das ganze als organisatorische Herausforderung. Die Heime klagen, dass die kantonalen Tarifvorgaben ihnen keine Besserstellung des Personals ermöglichten. (fra)

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