Megaupload-Daten sollen vorerst nicht gelöscht werden

Die Daten von Nutzern der Internet-Plattform Megaupload sollen nicht so schnell gelöscht werden wie von der Justiz in den USA angekündigt. Dies teilte ein Rechtsanwalt der Firma, Ira Rothken, am Dienstag mit.

Kim Schmitz der Betreiber von Megaupload sitzt derweil in Haft (Archiv).

Bild: Keystone

Berlin/New York. – Demnach haben die Betreiber von zwei Rechenzentren zugesagt, die Nutzerdaten noch mindestens zwei Wochen zu speichern. In der Zwischenzeit solle versucht werden, eine Lösung mit den US-Behörden herbeizuführen.

Zuvor hatte die zuständige US-Staatsanwaltschaft erklärt, die Vermieter von Server-Kapazitäten für Megaupload könnten am Donnerstag dieser Woche damit beginnen, die Inhalte zu löschen. Die auf der inzwischen gesperrten Online-Plattform hochgeladenen Filme, Musikdateien oder Fotos sind vor allem in den Rechenzentren von Carpathia Hosting und Cogent Communications gespeichert.

Carpathia erklärte: «Wir haben keine Möglichkeit, die auf den Servern liegenden Inhalte an die Nutzer von Megaupload zurückzugeben.» Man möge sich direkt an Megaupload wenden.

Die Behörden sehen Megaupload als eine Drehscheibe für Raubkopien. Das Portal wurde vor eineinhalb Wochen vom Netz genommen. Den deutschen Gründer Kim Dotcom liessen die US-Fahnder an seinem Wohnsitz in Neuseeland verhaften.

Seither kommen die Nutzer nicht mehr an ihre Daten heran - auch wenn es sich um legale Dateien wie etwa Familienfotos oder private Briefe handelt. Die Webseite zeigt nur noch einen Hinweis des US-Justizministeriums und der Bundespolizei FBI.

Die US-Behörden werfen Dotcom und weiteren Betreibern vor, mehr als 175 Millionen Dollar an der illegalen Verbreitung von urheberrechtlich geschützten Inhalten verdient zu haben - durch die Gebühren der Nutzer oder durch Werbung.

Den Schaden für die Hollywood-Studios und Plattenfirmen bezifferten die Ermittler auf deutlich mehr als eine halbe Milliarde Dollar. Die Anwälte von Kim Dotcom, der früher als Kim Schmitz bekannt war, bestreiten die Vorwürfe. Die USA haben einen Auslieferungsantrag gestellt. (sda)

  • Quelle: sda
  • Datum: 31.01.2012, 13:21 Uhr
  • Webcode: 1348767

Gast
The content of this field is kept private and will not be shown publicly.

  • Web page addresses and e-mail addresses turn into links automatically.
  • Allowed HTML tags: <p> <a> <em> <strong> <cite> <code> <ul> <ol> <li> <dl> <dt> <dd>
  • Lines and paragraphs break automatically.
  • Each email address will be obfuscated in a human readable fashion or (if JavaScript is enabled) replaced with a spamproof clickable link.

More information about formatting options

Speichern Vorschau

Sie erklären sich damit einverstanden, unseren Service weder für illegale Zwecke, noch zur Übermittlung von gesetzeswidrigen, belästigenden, beleidigenden, die Privatsphäre anderer verletzenden, missbräuchlichen, bedrohlichen, schädlichen, vulgären, obszönen, verleumderischen, zu beanstandenden oder anderweitig verwerflichen Inhalten oder von Material, welches das geistige Eigentum oder andere Rechte einer Person verletzt oder verletzen könnte, zu benützen. Ihr Kommentar kann auch auf Google und anderen Suchseiten gefunden werden.

suedostschweiz.ch entscheidet über die Veröffentlichung der Beiträge und führt darüber keine Korrespondenz.

Ihre Meinung ist uns wichtig!

Was halten Sie von diesem Aritkel? Schreiben Sie in einem Kommentar Ihre Meinung dazu!

neuen Kommentar schreiben...
 

Heute, 22:43 Uhr | 0 Kommentare

Der Drogenhandel macht Mittelamerika den Vereinten Nationen zufolge zur gefährlichsten Region der Erde. Nirgendwo auf der Welt würden so viele Morde stattfinden wie zwischen Mexiko und Kolumbien, sagte UN-Generalsekretär Ban Ki Moon am Mittwoch in New York.

mehr...

Heute, 22:13 Uhr | 0 Kommentare

Roger Federer und Stanislas Wawrinka stehen am Masters 1000 in Rom in den Achtelfinals. Federer setzt sich gegen Carlos Berlocq (Arg) 6:3, 6:4 durch, Wawrinka besiegt Janko Tipsarevic (Ser) 6:3, 6:1.

mehr...

Heute, 21:01 Uhr | 0 Kommentare

Der französische Staatspräsident François Hollande hat seine Regierungsmannschaft vorgestellt, der erstmals in der französischen Geschichte genauso viele Frauen wie Männer angehören sollen. Damit erfüllte er eines seiner Wahlversprechen.

mehr...

Heute, 20:17 Uhr | 0 Kommentare

Der höchste Verwaltungsrichter Griechenlands, Panagiotis Pikrammenos, wird neuer Übergangsregierungschef und soll das hochverschuldete Land auf Neuwahlen am 17. Juni vorbereiten. Darauf einigten sich die Parteichefs bei einem Treffen mit Staatspräsident Karolos Papoulias in Athen.

mehr...

Heute, 18:49 Uhr | 0 Kommentare

Der Italiener Roberto Ferrari entscheidet die 11. Etappe des Giro d'Italia in Montecatini Terme für sich. Joaquin Rodriguez bleibt nach dem längsten, aber wenig spektakulären Teilstück Gesamtleader.

mehr...

Weitere Artikel
Anzeige
Südostschweiz Newmedia AG - Die TYPO3 und Drupal Web-Agentur für Ihre professionelle Website