Kinder basteln wieder Dankeschön fürs Mami
Bern. – «Doch im Gegensatz zu früher, als der Dank an die Mutter im Zentrum stand, wird heute eher der Dank an die Erwachsenen thematisiert» sagt Marie-Hélène Stäger, Präsidentin der Stufenkommission 4bis8 des Dachverbandes Schweizer Lehrerinnen und Lehrer (LCH).
Nicht selbstverständlich
Ob gutes Essen, Gesundheit oder Rücksicht auf Bedürfnisse des Nachwuchses: «Es geht darum, Kindern bewusst zu machen, was Erwachsene für sie tun und dass das nicht selbstverständlich ist», sagt Stäger.
Separate Lektionen zum Thema Muttertag erlaube der Zeitdruck auf den Lehrplan indes nicht. Das Thema werde meist in den Unterricht respektive ins Zeichnen und Werken oder ins Kochen eingebunden, führte Stäger aus. Den Lehrerinnen und Lehrern steht es indessen frei, ob sie den Muttertag zum Thema machen wollen.
In der Regel täten sie es jedoch. Werde er nicht behandelt, gebe es Reklamationen. «Von den Eltern», wie Stäger anfügt. Es komme aber auch vor, dass Kinder vorschlagen, etwas zum Muttertag zu machen.
Kreatives aus der Spielgruppe
In den Spielgruppen treffen sich Drei- bis Fünfjährige zum freien Spielen, Werken, Singen und Geschichten hören. «Ob sie zum Muttertag etwas für das Mami machen, hängt von der Leiterin ab», sagt Ursula Kramer, Geschäftsführerin der IG Spielgruppen. Basteln mit konkreten Vorgaben sei in der Spielgruppe nicht vorgesehen.
«Doch beim freiwilligen Ausprobieren mit Leim, Malpinsel oder Naturmaterialien ist schon manch kreatives Kunstwerk entstanden.» Von den Kindern liebevoll verpackt würden diese Gaben nicht nur am Muttertag verschenkt, sagt Kramer. (sda)









