Lakers gehen gegen T-Shirt-Träger vor
Rapperswil-Jona. – Der Verwaltungsrat der Rapperswil-Jona Lakers hat entschieden, Leibchen mit der Abbildung des Gesichts von Regierungsrätin Karin Keller-Sutter und verklebtem Mund sowie der Aufschrift «Shut up» in der Diners Club Arena nicht zu tolerieren.
Die Lakers möchten es nicht zulassen, dass im Stadion eine Hatz gegen einzelne Personen und insbesondere gegen Vertreter des Rechtsstaates geschehen kann. Das Tragen solcher Leibchen verstösst gegen das Reglement «Ordnung und Sicherheit» der Schweizer Eishockey-Nationalliga und die Stadion-Vorschriften der Diners Club Arena.
Gegen Gewalt und Aggressionen
Die Lakers wollen Sport betreiben und lehnen Fans ab, die Menschen angreifen und beleidigen, heisst es in einer Mitteilung. Fans sind dann willkommen, wenn sie den Sport und den Klub unterstützen, sind jedoch nicht willkommen, wenn sie Gewalt und Aggression schüren.
Zuwiderhandlungen werden mit Stadionverbot von mindestens zwei Jahren geahndet. Die Rechtslage: Aus dem Reglement «Ordnung und Sicherheit» Art. 18 der Schweizer Eishockey-Nationalliga: «Stadionverbot erhält, wer Handlungen mit provokativem, beleidigendem oder pietätlosem Inhalt tätigt.»
Keller-Sutter: Kein Kommentar
Aus den Stadionvorschriften der Diners Club Arena: «Die Rapperswil-Jona Lakers besitzt in der Diners Club Arena das Hausrecht» (und bestimmen somit, was in der Arena toleriert wird). Stadionverbot erhält, wer «Handlungen gegen Dritte und die Klubinteressen begeht».
Zum Spiel vom Dienstag Lakers gegen die SCL Tigers durften einige Zuschauer nicht so in die Diners Club Arena, wie sie angezogen waren. Sie mussten ihr T-Shirt mit dem Aufdruck, der die St. Galler Justiz- und Polizeichefin Keller-Sutter zum Schweigen aufforderte, abgeben. Mit Videoauswertungen sollen weitre Personen, die solche T-Shirts getragen haben, ausfindig gemacht werden.
Laut den Zuschauern, die solche T-Shirts trugen, sollte der Aufdruck «ein politisches Zeichen gegen die Repressionen setzen, die Keller-Sutter gegen Fans in Stadien plant».
Sutter will das Vorgefallene nicht kommentieren. Sie ist Präsidentin der Arbeitsgruppe «Hooligans» der Konferenz der kantonalen Justiz- und Polizeidirektorinnen und -direktoren. (so)










