Bären-Botschafter aus drei Ländern ausgebildet
Zernez. – Fachleute vermittelten den Bärenfreunden das fachliche und didaktische Rüstzeug, damit sie erfolgreich Informationen über Meister Petz und die Möglichkeiten des Zusammenlebens mit ihm weitergeben können – sei es in Schulklassen oder in der Öffentlichkeit, wie der Nationalpark mitteilte.
Ein Grossteil der Informationsprojekte soll während der Rätischen Bärenwochen stattfinden (vom 27. September bis 9. Oktober 2010). Die Bärenwochen verfolgen das Ziel, das Wissen rund um die Bären und deren Rückkehr in den Alpenraum zu verbessern und so die Akzeptanz für das Grossraubtier zu stärken.
Lehrpersonen, Wanderleiter und Wildhüter
Der Ausbildungstag wurde von der Bärenplattform Ursina initiiert und vom Nationalpark umgesetzt. Zur Teilnahme eingeladen wurden Lehrpersonen, Wanderleiter, Wildhüter, Bienen- und Schafzüchter sowie einzelne Touristiker, wie Hans Lozza, Kommunikationsleiter des Nationalparks, erklärte.
Die Teilnehmer stammen aus der Drei-Länder-Region Terra Raetica, welche das Engadin, das Vinschgau im italienischen Südtirol und das Obere Inntal in Österreich umfasst.
Als Ausbildner fungierten die Vorsteher der Jagdämter der drei Regionen, Pädagogen des WWF und des Nationalparks sowie Fachleute des Bundes. Schafzüchter und Imker, die ihre Tiere aktiv vor Bären schützen, berichteten über ihre Erfahrungen.
Der Bär kommt bestimmt
Dass der Bär auch in der Schweiz wieder auftauchen wird, ist für Lozza nur eine Frage der Zeit. Im benachbarten Südtirol leben mittlerweile vier Bären, in der daran angrenzenden Provinz Trentino gar deren 30. Und es werden kontinuierlich mehr. Noch vor acht Jahren bestand die Population im Trentino aus lediglich zehn Bären. (sda)










