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Migros Ostschweiz kratzt am Vorjahresrekord

Einkaufen im Migros Gäuggeli in Chur. Bild Theo Gstöhl
Einkaufen im Migros Gäuggeli in Chur. Bild Theo Gstöhl
Die Migros Ostschweiz hat ihren Umsatz bei 2,43 Milliarden Franken knapp unter dem Vorjahresrekord gehalten. Wie sie heute mitteilte, gewann sie Marktanteile. Wachstumstreiber waren Fachmärkte, Freizeit und Bildung/Kultur.

St. Gallen. – Die Supermärkte der Genossenschaft Migros Ostschweiz, zu der die Kantone Thurgau, St. Gallen, Appenzell und Graubünden gehören, als umsatzstärkstes Feld (79 Prozent vom Umsatz) mussten im vergangenen Jahr einen Rückgang von 1,3 Prozent hinnehmen, wie es heute an der Bilanzmedienkonferenz in Abtwil (St. Gallen) hiess.

Als wesentlichen Grund nannte Felix Hofstetter, Leiter Finanzen, umfangreiche Umbauten. Hinzu kamen eine Preiserosion, vor allem beim Fleischsortiment, und der schwache Eurokurs bei den Grenzfilialen.

Fachmärkte, Freizeit und Bildung/Kultur mit Zuwachs

Ein kräftiges Umsatzwachstum generierten hingegen die Fachmärkte OBI und melectronics mit 8,5 Prozent. Gerade der Heimelektronik-Vertreiber konnte den bröckelnden Preisen mit höherem Absatz trotzen.

Auch der Freizeit- und Fitness-Sektor legte mit 8,3 Prozent stark zu. Hier schlugen laut Hofstetter die Neueröffnungen wie der Fitnesspark Einstein in St. Gallen und der ausgebaute Wellness- und Fitnessbereich im Säntispark Abtwil positiv zu Buche.

Gewachsen sind auch Bildung/Kultur mit 3,9 Prozent und Gastronomie/Hotel mit 1,1 Prozent. Pro Tag besuchten 25 000 Kunden eines der Restaurants der Migros Ostschweiz, wie es hiess.

Eigenkapitalquote über 50 Prozent

Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) verbesserte sich bei der Migros Ostschweiz um 5 auf 59 Millionen Franken. Der Gewinn ist nochmals leicht gestiegen, von 42,8 auf 45,1 Millionen Franken.

Die Investitionen von 155 Millionen Franken wurden vollständig aus dem Cash Flow von 175 Millionen Franken finanziert. Ausserdem baute die Migros Ostschweiz ihre Wirtschriftenanlagen umd 20 Millionen Franken aus.

Die regionale Verankerung sei auch bei den Produkten wichtig. Seit über sechs Jahren werden 1800 Produkte von 4000 Produzenten aus der Region angeboten. «Aus der Region. Für die Region» AdR-Produkte machen inzwischen zwölf Prozent des Umsatzes aus.

Mit der Einführung eines neuen Bio-Logos will die Migros auch ihre Position bei den Bio-Produkten verstärken. (sda)

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Die Südostschweiz
vom 31.7.2010

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