In Mannheim erfror ein obdachloser Mann
St. Gallen. – "Vieles deutet darauf hin, dass dies der grösste Sturm seit Jahren wird", erklärte Washingtons Bürgermeister Adran Fenty.
Mehrere Bundesstaaten an der US-Ostküste von North Carolina bis Pennsylvania lagen unter einer teils ein Meter hohen weissen Decke. Auch die Metropolen Baltimore und Philadelphia waren blockiert. Schulen und Universitäten blieben geschlossen.
In den ländlichen Regionen waren Zehntausende Menschen ohne Strom. In den Supermärkten gab es leere Regale: Die meisten Menschen hatten wegen der angekündigten Schneestürme Hamsterkäufe gemacht, um sich mit Wasser und Lebensmitteln einzudecken.
Im Tunnel unter dem Ärmelkanal zwischen Frankreich und Grossbritannien führte eine Pannenserie beim Eurostar dazu, dass 2000 Passagiere in der Nacht einen Alptraum durchlitten: Sie brauchten bis zu 15 Stunden, ehe sie in London ankamen.
Vier Hochgeschwindigkeitszüge steckten fest, ein fünfter kroch nur langsam durch die Röhre, wie ein Eurostar-Sprecher in London sagte. Als die Züge aus der eisigen trockenen Luft im Norden Frankreichs in den etwa 25 Grad warmen und feuchten Tunnel fuhren, legte der Temperatursprung die Elektrik der Lokomotiven lahm.
Mitten im Weihnachtsverkehr wurde der Betrieb unter dem Ärmelkanal bis auf weiteres eingestellt. Wann wieder Züge auf der Strecke rollen, die London mit Paris und Brüssel verbindet, war zunächst unklar.
Die Eiseskälte suchte auch Deutschland mit oft zweistelligen Minusgraden heim - am Funtensee in Bayern wurden minus 33,6 Grad gemessen. Fast überall lag Schnee.
Auf glatten Strassen kam es zu weit mehr als tausend Unfällen mit vielen Verletzten und mindestens zwei Toten. Zudem erfror in Mannheim ein obdachloser Mann, der im Freien auf Betonboden geschlafen hatte. (sda)










