Südostschweizer Kantone im Mittelfeld
Zürich. – Die Höhe der Autoversicherungsprämien hängt von vielen Faktoren ab: Unter anderem von der Fahrpraxis und der Schadenshäufigkeit des Versicherten oder etwa dem Leistungsgewicht des Autos. Abhängig sind die Prämien aber auch vom Alter, der Nationalität und dem Wohnkanton des Versicherten. Der Internet-Vergleichsdienst comparis.ch hat untersucht, in welchen Kantonen Fahrzeughalter die tiefsten Versicherungsprämien zahlen.
40-jähriger Schweizer, langjährige, unfallfreie Fahrpraxis
Um den Einfluss des Wohnkantons auf die Prämie festzustellen, hat comparis.ch ein typisches Fahrerprofil gewählt: 40-jähriger Schweizer, langjährige, unfallfreie Fahrpraxis, mit einem VW Golf 2.0, nicht geleast. Für dieses Profil sind für alle Kantonshauptorte Prämien für eine Haftpflicht- und Vollkaskodeckung eingeholt worden. Ausser dem Wohnort wurde keiner der Einflussfaktoren verändert. Von folgenden Versicherungsgesellschaften hat comparis.ch die Prämien erhoben: Allianz24.ch, Auto TCS, AXA Winterthur (Produkt Strada), Baloise Direct, Click2drive.ch, smile.direct und Zurich Connect. Aus diesen Prämien berechnete comparis.ch eine Durchschnittsprämie pro Kanton.
Durchschnittsprämie in Nidwalden bei 1000 Franken
Am günstigsten sind im Durchschnitt die Prämien in Nidwalden, am teuersten im Tessin. Die Durchschnittsprämie in Nidwalden liegt bei knapp 1000 Franken pro Jahr, im Tessin bei 1150 Franken (siehe Tabelle). «Der Schluss liegt nahe, dass Autofahrer aus dem Kanton Nidwalden in den Augen der Versicherungen weniger Kosten als Versicherte aus anderen Kantonen verursachen», interpretiert Richard Eisler, Geschäftsführer des Internet-Vergleichsdiensts comparis.ch die kantonalen Unterschiede. Deshalb müssten in Nidwalden im Durchschnitt auch die tiefsten Prämien bezahlt werden, so Eisler weiter.
Günstige Innerschweiz – teure Stadtkantone
Zu den Kantonen mit den tiefsten Autoversicherungsprämien gehören auch Uri und Obwalden. In beiden Innerschweizer Kantonen muss nur wenig mehr als in Nidwalden bezahlt werden. Am anderen Ende der Rangliste sind Genf, Zürich und Basel-Stadt. In den Kantonen der drei grössten Schweizer Städte zahlt man nach Tessin die höchsten Prämien. Der Verkehr in Städten und Agglomerationen hat offensichtlich einen Einfluss auf die Prämienhöhe. Ausserdem scheint sich auch die Nähe zum Ausland negativ auf die Höhe der Versicherungsprämien auszuwirken. Mit Tessin, Genf und Basel-Stadt sind drei der vier teuersten Kantone Grenzkantone. (so)




