Welcher Freund des Friedens in Nahost und andernorts würde nicht für einen direkten Dialog beider Konfliktparteien einstehen, im Wissen, dass ein gegenseitiger Gesprächsboykott zu nichts führt.
Da jammert der Churer Stadtrat über ein Loch, das sich im städtischen Finanzhaushalt auftut, und im gleichen Atemzug schlägt er einen 48 Millionen Franken schweren Ausbau der Sportanlagen vor.
Ausland / 2.9.2010 / Die Südostschweiz, Graubünden
US-Präsident Barack Obama löst mit dem offiziellen Ende des Irak-Kriegs ein Wahlkampfversprechen ein, das ihm vor knapp zwei Jahren half, ins Weisse Haus einzuziehen.
Rein wirtschaftlich mag es Sinn machen, dass der dänische Brauerei-Riese Carlsberg das traditionsreiche Cardinal-Bier künftig nicht mehr in Freiburg brauen lässt.
Es war schon bemerkenswert, was Hans-Ulrich Ernst, langjähriger EMD-Generalsekretär und Sohn eines legendären Weltkriegs- Widerständlers, kürzlich in einem «Tagi»-Interview sagte:
Sport National / 1.9.2010 / Die Südostschweiz, Graubünden
Denis L. Vaucher sei der richtige Mann am richtigen Ort. Mit diesen Worten zollte Didier Cuche im Namen der Nationalmannschaft dem Swiss-Ski-Direktor Ende Juli an der Werbewoche in Saas-Fee vor Sponsoren und Medien höchstes Lob.
Er ist wahrscheinlich kein Rassist, und nicht einmal ein Populist will er sein. Thilo Sarrazin, notorischer Provokateur, ehemaliger Berliner Finanzsenator, Vorstandsmitglied der Deutschen Bundesbank und Autor des Buches «Deutschland schafft sich ab» will nach eigenem Bekunden auch keine Emotionen schüren.
Wer dachte, mit George W. Bush sei ein intellektueller Tiefpunkt in der US-Politik erreicht worden, wird durch seine Erben auf der republikanischen Rechten eines Besseren belehrt.
Region / 30.8.2010 / Die Südostschweiz, Gaster/See
Der frühere St. Galler Bildungsdirektor Hans Ulrich Stöckling schlug kürzlich Alarm. Er tat es in seiner heutigen Eigenschaft als Präsident des Schweizerischen Nationalfonds, die er vorletztes Jahr vom früheren Glarner Ständerat und heutigen ETH-Präsidenten Fritz Schiesser übernahm.
Ein wesentliches Merkmal des schweizerischen Initiativrechts ist seine Einfachheit: Man formuliert einen Initiativtext (was aber rechtlich nicht ganz anspruchslos ist), sammelt 100 000 Unterschriften, Bundesrat und Parlament äussern sich (unverbindlich) dazu, und schliesslich wird abgestimmt.
SOSo Seite 2 GL / 29.8.2010 / Die Südostschweiz, Glarus
Wer in den Bundesrat will, muss in der rechten (oder linken) Partei sein, aus dem richtigen Landesteil kommen, das passende Geschlecht haben – plus das gewünschte Vorleben.
Die Ferien sind vorüber. Hunderttausende Schweizerinnen und Schweizer sind zurückgekehrt. Die Erinnerungen an die Trattoria in Italien, das Restaurant im Burgund oder die Kneipe in Berlin bleiben.
Heute behandeln wir das hüpfende Komma. Der Ausdruck stammt (Irrtum vorbehalten) vom Komiker Heinz Erhardt. Er war es jedenfalls, der einst seinem Publikum logisch lupenrein beibrachte, das hüpfende Komma verdiene kein schlechteres Dasein als sein bekanntes Geschwisterchen, nämlich der springende Punkt.
Genau 22,3 Rappen soll eine Kilowattstunde Strom den Durchschnittshaushalt 2011 kosten, 0,8 Rappen mehr als bisher. Das hat der Stromverband VSE präzis bis hinters Komma ausgerechnet.
Es sei die erste Mehrfachwahl seit 1999, die nun für den Bundesrat stattfinde, wurde konstatiert. Doch auch zuvor hatte es zwölf Jahre lang nur Einzelvakanzen gegeben -seit der Doppelwahl Felber/Ogi 1987.
Region / 27.8.2010 / Die Südostschweiz, Graubünden
Auch wenn es die Mitglieder des Bündner Parlaments nicht gerne hören: Die gestrige Debatte zur Pflegefinanzierung war reines Theater. Der Grosse Rat war frühmorgens angetreten, seine Gesetzgebung zur Krankenpflege dem Bund anzupassen.