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Pandemische Grippe (H1N1)
Wenn Dramatik, dann jetzt
Schweinegrippe
Das BAG prognostiziert, dass die pandemische Grippe (H1N1) im Herbst ihren Höhepunkt erreichen wird. Dieser steht wohl eher unmittelbar bevor.
Von Silvia Kessler
Im schlimmsten Fall könnten im Herbst ein bis zwei Millionen Schweizer an der pandemischen Grippe (H1N1), auch Schweinegrippe genannt, erkrankt sein. Diese Prognose stellte das Bundesamt für Gesundheit (BAG) noch vor wenigen Tagen. Sollte es tatsächlich zu einem derart dramatischen Verlauf kommen, so rechnet Felix Fleisch, stellvertretender Bündner Kantonsarzt, jedoch bedeutend früher damit. «Der grosse Ferienrückreiseverkehr hat soeben eingesetzt», erklärte er. «Analog dazu steigen die Grippe-Verdachtsfälle auch bei uns an.» Die bestätigten H1N1-Fälle bewegten sich gestern noch im einstelligen Bereich, hinzu komme ein Vielfaches an Verdachtsfällen. «Angesichts des in aller Regel milden Verlaufs der Grippe wird aber nicht mehr ausnahmslos jeder Verdachtsfall auf das H1N1-Virus getestet.» Dennoch könnten die Meldungen der kommenden Tage die weitere Entwicklung der Grippe entscheidend aufzeigen. So oder so wäre es wünschenswert, wenn in absehbarer Zeit ein Impfstoff zur H1N1-Prophylaxe gefunden würde und sich auch möglichst viele Menschen impfen liessen. Denn so unbeschadet die meisten Infizierten – auch ohne die Hilfe von Tamiflu – die neue Grippe überstehen: Hochansteckend bleibt sie nichtsdestotrotz.
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