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Engagierte Kunst, wie sie die Aktionskünstler Eva-Maria Würth und Philippe Sablonier von Interpixel praktizieren, ist nicht so erwünscht. Diese Art von Kunst ist für die milliardenschwere Video Games Industrie geschäftsschädigend.
Vor 138 Jahren setzte die humanitäre Schweiz ein Zeichen des Friedens und der Solidarität: Sie entwaffnete die französischen Bourbaki Armee im Jura bei ihrem Übertritt in die Schweiz. Unser Land versorgte damals die Soldaten mit Nahrung und gewährte ihnen Asyl. Im eisigen Winter des Waadtländer und Neuenburger Juras retteten sich 1871 87'000 Soldaten vor der Verfolgung und Vernichtung durch die deutschen Armeen. In Luzern wurde diese Entwaffnungsaktion 1881 in einem riesigen Panorama dargestellt.
Für Eva-Maria Würth und Philippe Sablonier war die Entwaffnung der Bourbaki Armee für ihre Aktion in Schulklassen ein Vorbild. Sie lancierten 2006 ihr Kunstprojekt Mega Buster. Sie entwaffneten in acht Deutschweizer Kantonen rund tausend Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Sie besuchten über fünfzig Schulklassen aller Stufen. In Gesprächen versuchten sie Kleine und Grosse davon zu überzeugen, ihre Waffen, Killer Games usw. im Tausch gegen ein Entwaffnungs-Zertifikat abzugeben. Die Aktion hatte das Ziel, Kinderzimmer zu befrieden. (www.interpixel.com)
Buch: „Mega Buster, Kriegsgebiet Kinderzimmer, eine Intervention zu Gewalt, Gesellschaft und Entwaffnung“ Interpixel (Eva-Maria Würth und Philippe Sablonier9, edition fink, ISBN 978-3-03746-130-3