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Thema: Minarett-Initiative 29.11.2009 Autor: Bruno Etter, Buchs Datum/Zeit: 21.11.2009 15:33:34
Gebetsräume ja - Minarette nein! Der Kommentar in der heutigen Südostschweiz von Simon Fischer darf nicht unwidersprochen bleiben, denn er verharmlost das Thema auf eine unzulässige Weise. Die Gegner behaupten, das Verbot würde die Religionsfreiheit verletzen. Das ist eine Lüge, die Muslime können ihre Religion auch in Zukunft ohne Einschränkungen bei uns ausüben. Der bekannte Orientalist Heinz Gstrein betont, dass Minarette nur nebenbei religiöse Symbole darstellen. In erster Linie sind sie ein Zeichen der Herrschaft des Islam, also ein Machtsymbol. Die Glaubens- und Religionsfreiheit (Art. 15 der Bundesverfassung), wie sie auch von Bundesrätin Widmer immer wieder in Frage gestellt wird, ist also nicht beeinträchtigt. Zur Ausübung des Islam braucht es kein Minarett! Ferner heisst es, das Verbot könnte die Islamisten erzürnen, sodass sie auch in der Schweiz Terroranschläge begehen würden. Eine Behauptung, die auf reiner Anpasserei und Angstmacherei beruht. Ein weiteres Argument der Gegner: Mit einem solchen Verbot liesse sich die Schweiz auf das Niveau der intoleranten islamischen Staaten herab. Auch das ist eine masslose Uebertreibung. Christen - z.B. in Saudiarabien - wären wahrscheinlich überglücklich, wen die einzige Einschränkung ihrer Religionstätigkeit darin bestünde, dass sie zu ihren Gebetsstätten keine Türme bauen dürften! Mit der Verbotsinitiative in der Bundesverfassung können wir jetzt noch ein Zeichen setzen. Ein Minarettverbot schafft keine neuen Probleme!
Rationalität......scheint ein Fremdwort zu sein. So werden, Unterdrückung der Frau, Gewalt, und wohl auch alle anderen Probleme der Schweiz ganz einfach gelöst. Die Antwort für alle unsere Probleme: Minarette verbieten. Das traurigste daran ist, dass es genug Leute gibt, welche das auch noch glauben, mit der Annahme der Initiative werden all diese Probleme weggezaubert. In Wahrheit aber geht es der EDU darum andere Religionen zu verbieten, da sie als Fundamentalisten nur das Christentum anerkennen. Der SVP geht es vor allem um Stimmen bei den nächsten Wahlen und ein neues Feindbild, der Islam und die Terroristen. Welcome in Switzerland, Mr Bush!
Nicht die Hierarchien (heilige Herrschaft!) der Kirchen-, Moscheen-, Tempeloberen sind die massgebenden Basisfundamente eines jeden Glaubens. Gerade nicht die Ansichten die wir uns von Gott machen, sondern die Hinsichten die Jesus, Mohammed, Buddha etc. uns weisen. Und hier liegen grössere Unterschiede. Religionsstifter des Islam ist Mohammed, sich sehend als Allahs (Gottes) grosser Prophet, als Abschluss und das alles bestätigende Siegel aller vorherigen Propheten. Er gilt als die Leitfigur für ein Leben nach dem Koran, Allahs ursprüngliche, allein richtige und vor allem endgültige Offenbarung auf dem Weg zu Weltgericht(!) aber auch Paradies! Unbestreitbar gilt Mohammed als die Symbolgestalt für eine Religion, die den Raum der Gesellschaft vollumfänglich durchdringen will und die in Welteroberung auf die Einrichtung theokratischer Staaten (Gottesstaaten) ausgerichtet ist. Mohammed war nicht allein „der Prophet“, sondern ebenso ein äusserst kampferprobter, kampfstarker, Kriege führender Heerführer und dies immer im Sinne eines sieghaften arabischen Gottesglauben (Allah). Der Islam ist nicht nur Religion, sondern zugleich eigener Kulturraum und ein in sich geschlossenes politisch-rechtliches Werte-/ Gesetzessystem. Für Muslime gilt er, da ja ihr Religionsfundament, als „der Prophet“ schlechthin und wird konsequenterweise als massgebendes Vorbild und Wegweiser in Wort, Tat und Nachfolge verehrt. Nicht richten aber auch nicht fehlinterpretieren sondern denken!
Unter den zuvor bereits genannten Aspekten, nämlich Gottes Botschaft zu predigen und vorzuleben, unterscheiden sich die Propheten nicht voneinander. So ist es nicht verwunderlich, dass angefangen vom ersten Menschen und Propheten Adam, bis zum abschließenden Propheten Muhammad alle die Gottergebenheit (arab.: islam) verkündeten. Es wird behauptet, dass Allah(arab.) mehr als zweihunderttausend Propheten berief und jedes Volk in der Geschichte mit einem Gottgesandten gesegnet wurde (Koran 16:36). Wir kennen nur 25 dieser Propheten namentlich, da sie im Koran stehen. Unter ihnen befinden sich die Propheten Noah, Abraham, David, Moses, Johannes der Täufer, die auch in der Bibel erwähnt werden und zudem Jesus.
In dieser ganzen Minarett Diskussion geht es nicht darum, ob diese Türme jetzt gebaut werden dürfen oder nicht. Ich frage mich nur, wie es die Leute bis anhin geschafft haben, ihren glauben zu zelebrieren ohne Minarette? Es werden nach dem 29. Nov. auch keine Probleme automatisch verschwinden. Sie geben wenigstens zu, dass es Probleme gibt, mit fanatischen Islamisten. Sorgen sie doch dafür, dass diese sich im Zaum halten, dann wird die Angst der anderen Bevölkerung auch kleiner. Was mir Sorgen bereitet ist, dass der Islam gekoppelt ist mit dem Recht. Beides sollte autonom sein, so wie es in der Schweiz auch ist. Gläubige islamisten sind nicht problematisch. Aber fanatische Gläubige müssen rechtlich belangt werden, und nicht auch noch geschützt durch den Glauben, davon kommen. Oder wie sehen Sie denn diese Ehrenmorde, Zwangsehen, Morde im Namen des Glaubens? Ist das in Ihren Augen rechtens? Dürfen diese Dinge unbestraft bleiben, oder sind sie gar harmlos wie diverse Leute immer wieder versichern? Das Minarette verbot ist höchstens ein Stoppzeichen.
Verbieten wir doch auch gleich den Mormomentempel in Zollokofen oder den Sikkh Tempel in Langenthal und gleich noch den Buddhistischen in Gretzenbach und die Kirchtürme miteingeschlosssen, dann ist unsere Kriminalitätsrate gleich bei Null. Der Glauben allein kann nicht Auslöser für rechtswidrige Handlungen sein.
Ganz locker bleiben - abwarten! Alles hat seine Zeit! Quasi, mors certa - hora incerta est!
Wenn es zutrifft, dass jede Sekunde eine Sekunde von Islamisierung ist, dann funktioniert das auch - mit oder ohne neuen Minarette!
Immer wieder fürchten sich die Christen - fast 2000 Jahre lang z.B. vor den Juden! Und dann kam die Idee der Endlösung!
Jetzt, ein alt bekannter Feind klopft an - den hatte man auch schon einmal besiegt - militärisch wie auch wirtschaftlich! Nun, die Zeiten ändern sich!
Die Macht - die militärische - gehört dem Westen. Und mit Lösungen dieser Art kennt er sich aus! Sucht der Okzident Lösungen auf der geistigen Ebene - muss er aber noch eine Schippe drauf legen! Bin gespannt, ob z.B. die Kirchenbesuche zugenommen haben! Eine Religion lebt nämlich vom alltäglichen Tun - von Handlungen, die ihr eigen sind!
Der Islam eine Gefahr für den Westen! Dann bitte - lieber Okzident - keine Milliardengeschäfte mit Katar, Emirate u.dgl. Kein Andermatt und kein Harrods in aegyptischen Händen!
Man ist nicht glaubwürdig - und das schwächt! Es fehlt die geistige Kraft und somit guter Stil! Mit der Bibel gegen den Koran - und gleichzeitig dicke Geschäfte machen mit dem Feind - einfach nur lächerlich!
Würde mich nicht überraschen, wenn der Iran auch mit Waffen - westlicher Prägung - aufgerüstet wird!
Wenn wir konsequent wären, müssten wir das. Aber, wie viele, wollen wir die Ware und das Geld und dazu die Neutralität behalten und die Hände in Unschuld waschen.
Thema: Re: Minarett-Initiative 29.11.2009 Autor: Christoph Reuss, Chur Datum/Zeit: 23.11.2009 12:03:45 Antwort auf:Re: Minarett-Initiative 29.11.2009 (von Ruth Zimmermann)
Dann seien doch wenigstens Sie so "konsequent", Frau Zimmermann, und nehmen KEIN GELD MEHR von dieser böööösen Verbrecherschweiz. Und Ihre Freunde nebenan in der Waldau ebenso.
Ob Sie/sie so viel "Konsequentheit" aufbringen? Oder gilt halt doch: "erst kommt das Fressen, dann die Moral"? Besonders bei den Drogendealern nebenan...
Sie sind nicht auf dem laufenden. Meine Nachbarn sind keine Drogendealer. Und in der Waldau hat es auch keine Drogendealer.
Sie bringen auch Beispiele, gegen die Schweiz, warum wohnen sie denn noch in der Schweiz.
Auch sind sie nie zufrieden mit den Behörden und Ämtern, aber sie sind noch hier.
Suchen sie sich eine Freizeitbeschäftigung die sie ausfüllt, vielleicht sind sie dann ein bisschen ausgeglichener. Andernfalls könnten sie ernsthaft erkranken und auf wenn verlassen sie sich dann? Etwa auf die Behörden und das von ihnen angeprangerte Gesundheitswesen?
Thema: Re: Minarett-Initiative 29.11.2009 Autor: Christoph Reuss, Chur Datum/Zeit: 25.11.2009 11:19:49 Antwort auf:Re: Minarett-Initiative 29.11.2009 (von Ruth Zimmermann)
Das Wort "jetzt" kommt nicht in dem Beitrag von mir vor. Egal, der Punkt bleibt: Wenn Sie und andere LuN und die Asylanten so "konsequent" wären, kein Geld mehr von der böööösen Schweiz und den Schweizern anzunehmen, dann wäre es um die öffentlichen und privaten Finanzen erheblich besser bestellt. Also, nur zu!
Thema: Re: Minarett-Initiative 29.11.2009 Autor: Christoph Reuss, Chur Datum/Zeit: 23.11.2009 10:54:57 Antwort auf:Re: Minarett-Initiative 29.11.2009 (von Konrad Jehuda Alvo Konrad)
> Man ist nicht glaubwürdig - und das schwächt!
Herr Alvo, wissen Sie noch, wer bei der Gründung und der Finanzierung der Hamas half, um die weltliche PLO zu schwächen, und weil die Fundis so ein tolles Feindbild hergeben? Das war der Staat, für den Sie gekämpft haben...
Thema: Re: Minarett-Initiative 29.11.2009 Autor: Roman Müller, Schiers Datum/Zeit: 22.11.2009 11:08:55 Antwort auf:Minarett-Initiative 29.11.2009 (von Bruno Etter)
Danke, Herr Etter, Ihr Beitrag entspricht ziemlich genau meiner Meinung. Ich habe von 1958 bis 1970 auch in Buchs SG gewohnt und bei Danzas und Gebr. Gondrand AG gearbeitet. Wenn Sie Bruno Etter von WITAG sind, kennen wir uns. Ich wünsche einen recht schönen Sonntag.