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Wir stellen ein „EDU – JA zur Minarett-Initiative“ - Plakat am Rande einer Kuhweide auf, wo wir zuvor den Bauern um Erlaubnis gebeten hatten. Ein Auto hält - und ein Mann macht eindeutig abschätzige Zeichen hinter dem Steuerrad gegen uns. Er steigt aus und klärt uns sofort in gutem Deutsch unmissverständlich darüber auf, was er von unserem Plakat halte. Dann prophezeit er uns, dass dieses nicht lange hier stehen werde…! Zusätzlich meint er, dass wenn er dann genügend Geld in der Schweiz verdient habe, er dieses Feld hier kaufen und dann eine grosse Moschee mit Minarett hinstellen werde. Wir hätten keine Chance. Zudem seien wir Schweizer sehr dumm, dass wir unser Land an die Ausländer verkaufen. Im Verlaufe des Gesprächs stellt sich heraus, dass der Mann gar kein Ausländer (mehr) ist, sondern ein eingebürgerter Muslim. Wir können ihm nur bestätigen, dass, wenn es in unserem Land so weiter geht, er gewiss Recht haben wird. Diese Geschichte ereignete sich kurzum in der Agglomeration Aarau. Mit einem „JA“ zur Minarett-Initiative können wir diese Entwicklung nicht stoppen, aber immerhin mal bremsen. Uns und unseren Kindern zuliebe sollten wir diese Verantwortung wahrnehmen, solange wir noch was sagen dürfen in unserem Land!
In 20 Jahrenwerden die Muslime in der Schweiz in der Mehrzahl sein. Da die meisten von ihnen intolerant, integralistisch, rückschrittlich und frauenfeindlich veranlagt sein sollte, werden sie in der Svp eine adäquate politische Heimat finden. Die Svp wird sich demzufolge mit aller Macht für den Bau von Minarette einsetzen. Während der Kopp-Verlag sein auf Verschwörungstheorien und Ratgeber für Haarwuchs auf Glatzen bestehendes Programm, um den Koran erweitern wird. Ernsthaft, Herr Rauber, hören Sie doch bitte mit dem Quark auf!
Fundamentalismus, ob nun christlich, islamisch oder anderer Art, ist eine echte Plage und Bedrohung. Dagegen helfen nur ein auf den Menschenrechten gefusster Rechtsstaat und Bildung!! Denn keine Heilige Schrift wurde von Gott selber geschrieben. Sowohl beim Schreiben wie auch bei er Auslegung wurden und werden Ziele verfolgt. Hier tun Aufklärung und Dialog not.
Vor unserem Gesetz sind alle Menschen gleich und Religionsfreiheit ist ein Menschenrecht. Wer sich bedroht fühlt, kann zur Polizei gehen, oder ist das Vertrauen in diesen Staat schon so tief gesunken?
Ein Turm, ob er nun so oder anders aussieht, bedroht niemanden. Ideologien hingegen schon. Diese bekämpft man nicht, indem man eine ganze Weltreligion diskrimminiert und sich damit selbst zum Ideologen aufschwingt.
Wir stimmen hier nicht über den Islam ab, sondern darüber, ob Menschen ihren menschenrechtlich anerkannten Glauben praktizieren dürfen oder nicht. Wird dieses Recht beschnitten, müssten umgekehrt auch die Kirchtürme verschwinden. Oder sind Christen etwa automatisch die *besseren Menschen*?
Thema: Re: Minarettinitiative Autor: Christoph Reuss, Chur Datum/Zeit: 23.11.2009 22:16:53 Antwort auf:Re: Minarettinitiative (von Sabine Zgraggen)
> Wer sich bedroht fühlt, kann zur Polizei gehen
Das hat Theo van Gogh auch gedacht...
> Wir stimmen hier nicht über den Islam ab, > sondern darüber, ob Menschen ihren > menschenrechtlich anerkannten Glauben > praktizieren dürfen
Dafür brauchen sie keine Minarette (wie Sie als Theologin wissen sollten). Bisher ging's ja auch ohne.
> Wird dieses Recht beschnitten, müssten > umgekehrt auch die Kirchtürme > verschwinden. Oder sind Christen etwa > automatisch die *besseren Menschen*?
Wie vereinbaren Sie das Kirchenbauverbot -- sogar in der "weltlichen" Türkei -- mit den Menschenrechten und dem Gleichheitsgrundsatz?
Thema: Re: Minarettinitiative Autor: Sabine Zgraggen, Chur Datum/Zeit: 30.11.2009 11:58:11 Antwort auf:Re: Minarettinitiative (von Christoph Reuss)
Natürlich braucht es keine Minnarette für Moscheen. Es braucht auch keine Kirchtürme für Kirchen. Aber deshalb wünschen sich gläubige Menschen trotzdem ein Symbol für ihre Religion.
Weil etwas in anderen Ländern nicht erlaubt ist, darf es hier umgekehrt auch nicht erlaubt werden? Ist das etwa christlich? Wird das jetzt etwa die Solidarität unter den Religionen in anderen Ländern, wo die Christen eine Minderheit sind, fördern?
Grundpfeiler eines gelebten Christentums sind Respekt und Nächstenliebe. Darüber hinaus sogar Feindesliebe. Wobei muslimische Mitmenschen nicht meine Feinde sind. Im Gegenteil. Ich bete und feiere mit ihnen. Wir loben Gott, so gut wir können.
Selbst der Vatikan anerkennt die Tatsache, dass sich Gott auch ausserhalb der christlichen Religion offenbart hat und zeigt. Eine christliche *Weltherrschaft* ist nicht etwa das, wovon Jesus sprach.
Thema: Re: Minarettinitiative Autor: Christoph Reuss, Chur Datum/Zeit: 30.11.2009 12:28:14 Antwort auf:Re: Minarettinitiative (von Sabine Zgraggen)
> Natürlich braucht es keine Minnarette für Moscheen.
Na also...
> Aber deshalb wünschen sich gläubige Menschen > trotzdem ein Symbol für ihre Religion.
Als Symbol für die Religion (und Ort der Ausführung) genügt doch die Moschee. Das Minarett hingegen ist das Symbol der Unterwerfung (was Islam heisst) der Schweiz, und das wollen wir hier nicht.
> Weil etwas in anderen Ländern nicht erlaubt ist, > darf es hier umgekehrt auch nicht erlaubt werden?
Wie man in den Wald hineinruft, ...
> Ist das etwa christlich?
Es ist rational.
> Wird das jetzt etwa die Solidarität unter den Religionen > in anderen Ländern, wo die Christen eine Minderheit sind, fördern?
Viel mehr können die Christen dort ja nicht mehr diskriminiert werden als bisher schon... (und das geht weit über das Kirchenbauverbot hinaus!)
> Grundpfeiler eines gelebten Christentums sind Respekt und > Nächstenliebe. Darüber hinaus sogar Feindesliebe.
Feindesliebe ist einfach nur dumm, denn sie wird offenbar nicht erwidert. In der sicheren Schweiz können Sie sich eine solche Elfenbeinturm-Naivität (noch) leisten.
> Wobei muslimische Mitmenschen nicht meine Feinde sind. Im Gegenteil.
Dann können Sie ja vielleicht mal den Obermuslim in der Schweiz dazu überreden, damit aufzuhören, der Schweiz zu drohen und im Ausland gegen sie zu hetzen.
Thema: Re: Minarettinitiative Autor: Christoph Reuss, Chur Datum/Zeit: 30.11.2009 12:30:00 Antwort auf:Re: Minarettinitiative (von Christoph Reuss)
Teil 2:
> Eine christliche *Weltherrschaft* ist nicht etwa das, wovon Jesus sprach.
Absurdes Strohmann"argument". Die Abstimmung betrifft die Schweiz, nicht die Welt, und bloss wegen dem Bauverbot WEITERER Minarette werden die Muslime noch lange nicht unterdrückt. Aber fremde Herrschaftssymbole sind der Schweiz nicht zuzumuten.
Thema: Re: Minarettinitiative Autor: Roman Müller, Schiers Datum/Zeit: 30.11.2009 13:52:02 Antwort auf:Re: Minarettinitiative (von Christoph Reuss)
Wie auch schon andernorts bemerkt, es geht NICHT um die Religionsfreiheit, es geht darum, unser Land uns Schweizern zu erhalten. Wenns dir nicht passt, kannst du ja verreisen, sagte mir neulich ein "Papierli-Schweizer" aus einem dieser Länder. Die Annahme der Initiative ist nicht zuletzt auch ein Zeichen, dass das Schweizer Volk langsam erwacht und die Lügen und Banalisierungen aus Bern nicht mehr länger duldet. Bundesrätin Leuthard hat gestern offen zugegeben, dass die von den seinerzeitigen Gegnern der Personenfreizügigkeit aufgezeigte Massen-Einwanderung in die Schweiz nun auch während der Wirtschaftskrise anhält und dass die Ventilklausel eben doch angewendet werden müsste. In der Sendung DRS 1 um 1 jammerte Frau Eveline Widmer-Schlumpf während einer halben Stunde, welche Folgen nun eintreten könnten. Es wird argumentiert, dass man seitens der Regierung mit allen muslimischen Religionsgemeinschaften vor der Abstimmung schon Gespräche geführt hätte und diese Gespräche nun weiter geführt würden, um das Beste aus diesem Desaster heraus zu holen. Da haben wir doch den klaren Beweis, dass EWS sich einen Deut um den Volksentscheid kümmert. Sie erwähnte auch wie schwer es für sie wäre, diesen Volksentscheid gegenüber andern Regierungen und ihren Freunden in der EU zu kommentieren. Ganz klar, ihre schwarzrotgrünen Wahlhelfer erwarten, dass sie sich dafür einsetzt, alle rechtlich möglichen Einwände gegen diesen Volksentscheid aufzuzeigen. Lassen wir uns überraschen!
Thema: Re: Minarettinitiative Autor: Christoph Reuss, Chur Datum/Zeit: 30.11.2009 15:24:26 Antwort auf:Re: Minarettinitiative (von Roman Müller)
Zitat: "Es wird argumentiert, dass man seitens der Regierung mit allen muslimischen Religionsgemeinschaften vor der Abstimmung schon Gespräche geführt hätte und diese Gespräche nun weiter geführt würden, um das Beste aus diesem Desaster heraus zu holen."
Die angeblich so "moderaten" könnten nun mal beweisen, dass Sie wirklich moderat sind, und sich mit 4 Minaretten und "unbeschränkten" Moscheen in der Schweiz begnügen. Im grossen Italien gibt's ja auch nur 3 Minarette auf 750 Moscheen, aber dort kräht kein Hahn danach, vonwegen "Boykotte gegen das Land"...